Kampf gegen Paypal: Paydirekt greift tiefer denn je ins Portmonee

Kampf gegen Paypal: Paydirekt greift tiefer denn je ins Portmonee

, aktualisiert 06. September 2017, 15:26 Uhr
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Mit einer Großoffensive will der Bezahldienst punkten.

Quelle:Handelsblatt Online

Um gegenüber Paypal konkurrenzfähig zu bleiben, investiert der deutsche Bezahldienst Paydirekt laut einem Bericht eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe. DSGV-Präsident Fahrenschon nimmt erneut Stellung zu Paydirekt.

Die Ziele sind ambitioniert: Der große Paypal-Konkurrent Paydirekt möchte bis Jahresende fast sechs Millionen Kunden gewinnen und den Abstand zum Marktführer verringern. 1,2 Millionen Kunden zählte der Onlinebezahldienst der deutschen Banken im Juli – Paypal mehr als 17 Millionen.

Für die ehrgeizigen Pläne investiert Paydirekt nun Summen in für ihn bislang unbekannten Sphären. Das Management spekuliere auf einen Finanzierungszuschuss in dreistelliger Millionenhöhe, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch unter Berufung auf mehrere Quellen. Allein aus dem Lager der Sparkassen sollen mehr als 100 Millionen fließen.

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Die Sparkassen mischen erst seit kurzer Zeit bei Paydirekt mit. Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, sagte auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ am Mittwoch: „Ich glaube wir sehen gemeinsam, wie schwierig es ist, den Vorsprung von Paypal aufzuholen. Das ist eine Riesen-Herausforderung.“ Er sei allerdings optimistisch, dass die von „Paydirekt angebotenen Dienstleistung eine richtige und wichtige“ sei. Der Bezahldienst überzeuge vor allem im puncto Sicherheit. Nun gehe es, so Fahrenschon, vor allem darum, Händler von diesem Angebot zu ermöglichen, damit Kunden möglichst oft die Chance haben, den „sicheren und geschlossenen Bezahlweg“ zu wählen.

Mit Paydirekt wollen die deutschen Geldhäuser dem US-Konkurrenten Paypal Paroli bieten und sich im wachsenden E-Commerce-Markt behaupten. Unter anderem ist das System inzwischen beim Online-Händler Otto integriert. Zuletzt gab der Bezahldienst bekannt, dass künftig auch Geld mit dem Smartphone versendet werden kann. Allerdings ist der Vorsprung Paypals vor Paydirekt sowohl bei Kunden als auch bei Händlern noch riesig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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