Kapitalerhöhung: Unicredit kassiert 3,5 Milliarden Euro für Tochter Pioneer

Kapitalerhöhung: Unicredit kassiert 3,5 Milliarden Euro für Tochter Pioneer

, aktualisiert 12. Dezember 2016, 09:52 Uhr
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Unicredit verkauft sein Tochter-Unternehmen Pioneer Investment nach Frankreich – Amundi übernimmt den Vermögensverwalter für rund 3,5 Milliarden Euro. In der kommenden Woche soll zudem eine Kapitalerhöhung von 13 Milliarden Euro verkündet werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Verkauf der Unicredit-Tochter Pioneer Investment an Amundi ist unter Dach und Fach. Durch den Verkauf will die Großbank die eigene Kapitaldecke stärken. In den nächsten Tagen wird zudem eine Kapitelerhöhung erwartet.

Mailand/ParisDie italienische Großbank Unicredit verkauft ihren Vermögensverwalter Pioneer Investment für 3,5 Milliarden Euro an Amundi aus Frankreich. Der Verkauf solle in der ersten Jahreshälfte 2017 abgeschlossen werden, teilte Unicredit am Montag mit. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits am Sonntag über die Transaktion berichtet.

Vor einer Woche hatte Unicredit mitgeteilt, exklusiv mit Europas größtem Vermögensverwalter Amundi zu verhandeln. Italiens führende Bank versucht seit längerem, ihre Kapitaldecke durch den Verkauf von Beteiligungen zu stärken. Zudem wird erwartet, dass das Geldhaus am Dienstag eine Kapitalerhöhung von bis zu 13 Milliarden Euro ankündigen wird.

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Pioneer ist mit einem verwalteten Vermögen von 225 Milliarden Euro die Nummer sechs in Europa und die Nummer drei in Italien. Amundi hatte sich Insidern zufolge mit seinem Gebot gegen ein von der Poste Italiane angeführtes Konsortium und gegen Ameriprise Financial durchgesetzt.

Den Plan, Pioneer mit der Vermögensverwaltungssparte des spanischen Rivalen Santander zu fusionieren, war wegen Bedenken der Aufseher fallengelassen worden. Mit Amundi ist im Rahmen des Kaufs die Zahlung einer Sonderdividende von 315 Millionen Euro an Unicredit vereinbart worden. Die Bank erwartet für das kommende Jahr einen zusätzlichen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf.

Quelle:  Handelsblatt Online
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