Kirch-Interview: Breuer zahlt 3,2 Millionen an Deutsche Bank

Kirch-Interview: Breuer zahlt 3,2 Millionen an Deutsche Bank

, aktualisiert 31. März 2016, 10:40 Uhr
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Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Rolf-E. Breuer muss 3,2 Millionen Euro an seinen früheren Arbeitgeber zahlen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Rolf-E. Breuer muss 3,2 Millionen Euro an seinen früheren Arbeitgeber für sein Kirch-Interview zahlen. Seine Managerhaftpflicht überweist dem Geldhaus noch einmal deutlich mehr.

Frankfurt/DüsseldorfDer frühere Deutsche-Bank-Chef Rolf-E. Breuer zahlt dem Institut für die Folgen von Interviewäußerungen über die Mediengruppe Kirch 3,2 Millionen Euro. Die Bank und Breuer einigten sich auf einen entsprechenden Vergleich, wie aus der Einladung zur Hauptversammlung des größten deutschen Geldhauses hervorgeht.

Ende Februar hatte das Handelsblatt bereits berichtet, dass die Verhandlungen zwischen Breuer und der Bank über einen Vergleich weit fortgeschritten seien. Der Ex-Manager soll bereit gewesen sein, zwischen 2,5 und fünf Millionen Euro an seinen ehemaligen Arbeitgeber zurückzuzahlen. Breuers privates Vermögen wird auf zehn Millionen Euro geschätzt.

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Wie jetzt bekannt gegeben wurde, soll die Bank zudem von Breuers Managerhaftpflichtversicherungen 90 Millionen Euro bekommen. Damit wird die maximale Summe der Haftpflicht von geschätzt 500 Millionen Euro, wie vom Handelsblatt bereits berichtet, nicht annährend ausgeschöpft.

Die Aktionäre müssen den Vergleichen noch zustimmen. Breuer hatte in einem Fernsehinterview mit Bloomberg TV öffentlich die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe angezweifelt. Zwei Monate später war der Medienkonzern pleite und Firmengründer Leo Kirch machte Breuer sein Leben lang dafür verantwortlich. Nach einer jahrelangen Prozessschlacht zahlte die Bank den Kirch-Erben 925 Millionen Euro.

Sollte der Vergleich zwischen Breuer und der Bank endgültig gelingen, wäre für den Ex-Vorstandschef ein weiteres Kapitel der Affäre Kirch abgehakt, beendet wäre sie allerdings noch nicht. Denn in München stehen Breuer und andere aktive oder ehemalige Deutsche-Bank-Vorstände noch immer wegen des Verdachts auf Prozessbetrug im Fall Kirch vor Gericht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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