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Foto: dpaamerikanischer Jurist und Politiker
44. Präsident der USA
Barack (Kisuaheli für "Von Gott gesegnet") Hussein Obama wurde am 4. Aug. 1961 in Honolulu, Hawaii, geboren. Seine Eltern hatten sich 1960 als Studenten an der University of Hawaii kennengelernt. O.s Vater Barack (1936-1982) war Kenianer, der dem nilotischen Volk der Luo angehörte, und entstammte einer begüterten Bauernfamilie aus dem Dorf Kogelo, nahe Kisumu am Viktoria-See. Er war als Austauschstudent mit einem Stipendium in die USA gekommen und machte 1962 an der University of Hawaii seinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. O.s (weiße) Mutter Ann Dunham (1942-1995; starb an Krebs), eine Anthropologin, stammte aus Kansas. Die Ehe wurde geschieden, als O. zwei Jahre alt war und sein Vater nach der Unabhängigkeit Kenias 1963 als Regierungsberater in seine Heimat zurückging. Im Alter von sechs Jahren zog O. mit der Mutter und deren neuem Ehemann Lolo Soetero († 1993), einem indonesischen Gaststudenten, der nach seiner Rückkehr zur indonesischen Armee eingezogen wurde und später einen guten Job bei einer amerikanischen Ölfirma bekam, nach Jakarta. Seine Stiefschwester Maya Soetoro-Ng ist Halb-Indonesierin. Im Alter von zehn Jahren kehrte O. nach Hawaii zurück und wuchs dort in einfachen Verhältnissen bei den Großeltern (Eltern seiner Mutter) auf. Seine Mutter kam erst ein Jahr später nach, ging dann 1977 wieder nach Indonesien zurück und blieb schließlich erst ab 1994 endgültig in Hawaii, wo sie bald darauf starb. O.s Großvater Stanley Dunham war bereits 1992 gestorben, seine Großmutter Madelyn erlebte dagegen noch die erstaunliche politische Karriere ihres Enkels, aber nicht mehr dessen Wahl zum Präsidenten der USA. Sie starb am 2. Nov. 2008, zwei Tage vor dem Wahltag. Zwei Großonkel O.s hatten im Zweiten Weltkrieg bei der US Army gedient und waren gegen Kriegsende auch nach Deutschland gekommen. Seinen leiblichen kenianischen Vater, der den politischen Verhältnissen in seinem Land offenbar sehr kritisch gegenüberstand, hatte O. bis zu dessen Tod 1982 bei einem Verkehrsunfall - die Umstände wurden nie ganz geklärt - nur noch ein Mal gesehen. Dieser hatte noch sieben weitere Kinder (sechs Söhne, eine Tochter), alles Halbgeschwister von O. 1983 reiste O. nach Kenia und traf in Kogelo erstmals seine Großmutter väterlicherseits, Sarah. Seine 1960 geborene Halbschwester Auma Obama, die im Entwicklungsdienst tätig ist, war 1981-1987 Studentin in Heidelberg und promovierte 1996 an der Universität Bayreuth. 1984 bei einem Besuch in Chicago kam es zu einem ersten Treffen der beiden (vgl. dazu auch die TV-Dokumentation "Die Geschichte der Auma Obama" im ZDF, 2012).
O. ist seit 1992 mit der Anwältin Michelle Obama (geb. Robinson; geb. 17.1.1964) verheiratet, mit der er zwei Töchter (Malia Ann, geb. 1998, und Sasha, geb. 2001) hat. Während O.s Amtszeit als US-Senator blieb die Familie in Chicago. Mit seinem Amtsantritt als US-Präsident zog die Familie in das Weiße Haus in Washington D.C. ein. Die Kinder besuchen in der Hauptstadt eine Privatschule. O.s Frau stammt aus einer schwarzen Arbeiterfamilie in Süd-Chicago. Sie erwarb 1985 in Princeton einen BA-Abschluss in Soziologie und machte 1988 in Harvard ihren Master in Jura. Danach arbeitete Frau Obama u. a. in einer Anwaltskanzlei in Chigaco (wo sie ihren Mann 1989 kennenlernte) und in einer sozialen Hilfsorganisation. Ab 2005 fungierte sie als Vizepräsidentin der Universitätsklinik von Chicago (siehe Biographie Michelle Obama). O. ist Fan des Soul-Sängers Stevie Wonder.
| 1983 | Studium der Politikwissenschaften an der Columbia University in New York City (Abschluss) |
| 1991 | Master of Law an der Harvard Law School |
| 1993-2004 | Mitarbeiter in einer Anwaltskanzlei für Zivilrecht |
| 1995 | "Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance" (dt. "Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie, 2008) |
| 1996 | Wahl in den Senat des Bundesstaates Illinois |
| 02.11.2004-Nov. 2008 | Senator von Illinois |
| 2006 | "The Audacity of Hope. Thoughts on Reclaiming the American Dream" |
| 2008 | "Change We can Believe In" in: "Plan to Renew Americas Promise" |
| 27.08.2008 | Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei |
| seit 20.01.2009 | 44. Präsident der USA |
| Feb. 2009 | Verabschiedung eines Konjunkturprogramms zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise |
| Feb. 2009 | Revision der Irak- und Afghanistan-Strategie |
| 04.06.2009 | vielbeachtete Rede an der Universität Kairo zum Verhältnis der USA zu islamischen Staaten |
| Jul. 2009 | Gesundheitsreform |
| Okt. 2009 | Friedensnobelpreis |
| Mrz. 2010 | Verabschiedung der Gesundheitsreform |
| Apr. 2010 | Ölkatastrophe im Golf von Mexiko |
| Jul. 2010 | Finanzmarktreform |
| Feb. 2011 | Unterzeichnung des START-Abrüstungsvertrags |
| Mrz. 2011 | Militäreinsatz in Libyen |
| 02.05.2011 | Liquidierung des Al-Qaeda-Führers Osama bin Laden in Pakistan |
| Jul. 2011 | Einigung im Streit um die Erhöhung der Schuldenobergrenze |
| Dez. 2011 | USA erklären den Irak-Krieg offiziell für beendet |
| 06.11.2012 | Wiederwahl für zweite Amtszeit als US-Präsident |
| 20.01.2013 | Vereidigung für zweite Amtszeit |
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