Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...
Foto: SPDdeutscher Jurist und Politiker
Ministerpräsident von Niedersachsen (1990 - 1998)
Bundeskanzler (1998 - 2005)
Gerhard Fritz Kurt Schröder, ev., wurde am 7. April 1944 als zweites Kind des Hilfsarbeiters und Obergefreiten Fritz Schröder (geb. 1912) in Mossenberg im westfälischen Lipperland geboren. Sein Vater, der den Jungen nie sah, fiel sechs Monate später im Zweiten Weltkrieg in Rumänien. 1947 heiratete die Mutter Erika (1913-2012) den Hilfsarbeiter Paul Vosseler († 1964) und bekam drei weitere Kinder. Der in kargen Verhältnissen aufgewachsene Sch. wurde in seiner politischen Einstellung wesentlich von der Mutter geprägt, die er einmal eine "geborene Sozialdemokratin" nannte. Erst 2001 konnte das Grab des gefallenen Vaters ausfindig gemacht werden. Bei weiteren Nachforschungen stellte sich heraus, dass dieser einen Bruder Kurt hatte, der seinerseits Vater von drei Töchtern war - Sch. also drei Cousinen hat, die er an Ostern 2001 erstmals traf.
Sch. wurde dreimal geschieden, zuletzt 1997 von Hiltrud, geb. Hensen, die zwei Töchter in die 1984 geschlossene Ehe mitgebracht hatte. Hiltrud Schröder hatte ab 1990 in der niedersächsischen Staatskanzlei ein eigenes Büro. Im Okt. 1997 heiratete Sch. die Journalistin Doris Köpf, die eine Tochter (Klara, geb. 1991) in die Ehe brachte. Sch. und seine Frau adoptierten 2004 und 2006 zwei russische Waisenkinder aus St. Petersburg. Die Familie bewohnt im Zoo-Viertel in Hannover ein Reihenhaus. 2006 erwarb Sch. auf der Nordseeinsel Borkum auch ein Ferienhaus. Er schätzt die Malerei der 20er Jahre und moderne Grafik.
| bis 1961 | Lehre als Einzelhandelskaufmann |
| 1951-1958 | Volksschule |
| 1963 | Beitritt zur SPD |
| 1966 | Abitur am Westfalen-Kolleg in Bielefeld |
| 1966-1971 | Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen |
| 1971 | Erstes juristisches Staatsexamen |
| 1976 | Zweites juristisches Staatsexamen |
| 1976 | Zulassung als Rechtsanwalt |
| 1978-1990 | Selbstständiger Rechtsanwalt in Hannover |
| Feb. 1978-Jun. 1980 | Bundesvorsitzender der Jungsozialisten (Juso) |
| Okt. 1980-Jul. 1986 | Mitglied des Bundestags |
| Okt. 1983-1993 | Vorsitzender des SPD-Bezirks Hannover |
| 1986 | Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Niedersachsen |
| 1986-1990 | Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag von Niedersachsen |
| 1986-2004 | Mitglied des SPD-Parteivorstandes |
| 1989-2004 | Mitglied des SPD-Präsidiums |
| 21.06.1990-Okt. 1998 | Ministerpräsident von Niedersachsen |
| Jul. 1994-Sep. 1998 | Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen |
| Okt. 1994-Aug. 1995 | Mitglied der Führungs-"Troika" der Bundes-SPD |
| 27.10.1998-Nov. 2005 | Bundeskanzler |
| Mrz. 1999 | Deutsche Beteiligung an der NATO-Luftoffensive im Kosovo |
| 12.04.1999-06.02.2004 | Parteivorsitzender der SPD |
| 15.06.2000 | Kompromiss zum Atomausstieg |
| 16.11.2001 | Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ("Enduring Freedom") |
| Aug. 2002 | Deutscher Antikriegskurs in der Irakkrise |
| 14.03.2003 | Präsentation der "Agenda 2010" |
| 18.09.2005 | Vorzeitige Bundestagsneuwahlen |
| Dez. 2005 | Aufsichtsratschef der russisch-deutschen Betreibergesellschaft NEGP (Nordeuropäische Gas-Pipeline AG) |
| Okt. 2006 | Autobiographie "Entscheidungen. Mein Leben in der Politik" |
Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...