Köpfe: Gerhard SchröderFoto: SPD

Gerhard Schröder

Geburtsdatum:
07.04.1944
Geburtsort:
Mossenberg/Lippe
Nationalität:
DE

deutscher Jurist und Politiker

Ministerpräsident von Niedersachsen (1990 - 1998)

Bundeskanzler (1998 - 2005)

Herkunft und Familie

Gerhard Fritz Kurt Schröder, ev., wurde am 7. April 1944 als zweites Kind des Hilfsarbeiters und Obergefreiten Fritz Schröder (geb. 1912) in Mossenberg im westfälischen Lipperland geboren. Sein Vater, der den Jungen nie sah, fiel sechs Monate später im Zweiten Weltkrieg in Rumänien. 1947 heiratete die Mutter den Hilfsarbeiter Paul Vosseler († 1964) und bekam drei weitere Kinder. Der in kargen Verhältnissen aufgewachsene Sch. wurde in seiner politischen Einstellung wesentlich von der Mutter geprägt, die er einmal eine "geborene Sozialdemokratin" nannte. Erst 2001 konnte das Grab des gefallenen Vaters ausfindig gemacht werden. Bei weiteren Nachforschungen stellte sich heraus, dass dieser einen Bruder Kurt hatte, der seinerseits Vater von drei Töchtern war - Sch. also drei Cousinen hat, die er an Ostern 2001 erstmals traf.

Sch. wurde dreimal geschieden, zuletzt 1997 von Hiltrud, geb. Hensen, die zwei Töchter in die 1984 geschlossene Ehe mitgebracht hatte. Hiltrud Schröder hatte ab 1990 in der niedersächsischen Staatskanzlei ein eigenes Büro. Im Okt. 1997 heiratete Sch. die Journalistin Doris Köpf, die eine Tochter (Klara, geb. 1991) in die Ehe brachte. Sch. und seine Frau adoptierten 2004 und 2006 zwei russische Waisenkinder aus St. Petersburg. Die Familie bewohnt im Zoo-Viertel in Hannover ein Reihenhaus. 2006 erwarb Sch. auf der Nordseeinsel Borkum auch ein Ferienhaus. Er schätzt die Malerei der 20er Jahre und moderne Grafik.

Quelle: Munzinger

Biographie

bis 1961Lehre als Einzelhandelskaufmann
1951-1958Volksschule
1963Beitritt zur SPD
1966Abitur am Westfalen-Kolleg in Bielefeld
1966-1971Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen
1971Erstes juristisches Staatsexamen
1976Zweites juristisches Staatsexamen
1976Zulassung als Rechtsanwalt
1978-1990Selbstständiger Rechtsanwalt in Hannover
Feb. 1978-Jun. 1980Bundesvorsitzender der Jungsozialisten (Juso)
Okt. 1980-Jul. 1986Mitglied des Bundestags
Okt. 1983-1993Vorsitzender des SPD-Bezirks Hannover
1986Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Niedersachsen
1986-1990Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag von Niedersachsen
1986-2004Mitglied des SPD-Parteivorstandes
1989-2004Mitglied des SPD-Präsidiums
21.06.1990-Okt. 1998Ministerpräsident von Niedersachsen
Jul. 1994-Sep. 1998Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen
Okt. 1994-Aug. 1995Mitglied der Führungs-"Troika" der Bundes-SPD
27.10.1998-Nov. 2005Bundeskanzler
Mrz. 1999Deutsche Beteiligung an der NATO-Luftoffensive im Kosovo
12.04.1999-06.02.2004Parteivorsitzender der SPD
15.06.2000Kompromiss zum Atomausstieg
16.11.2001Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ("Enduring Freedom")
Aug. 2002Deutscher Antikriegskurs in der Irakkrise
14.03.2003Präsentation der "Agenda 2010"
18.09.2005Vorzeitige Bundestagsneuwahlen
Dez. 2005Aufsichtsratschef der russisch-deutschen Betreibergesellschaft NEGP (Nordeuropäische Gas-Pipeline AG)
Okt. 2006Autobiographie "Entscheidungen. Mein Leben in der Politik"
Quelle: Munzinger
  • Köpfe: HeidelbergCement AG
  • Köpfe: Deutsche Telekom AG
  • Köpfe: adidas AG

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche