Köpfe: Hans-Dietrich GenscherFoto: picture-alliance/ dpa

Hans-Dietrich Genscher Dr. h. c.

Geburtsdatum:
21.03.1927
Geburtsort:
Reideburg/Saalkreis
Nationalität:
DE

deutscher Politiker

Bundesinnenminister (1969 - 1974)

Vorsitzender der FDP (1974 - 1985)

Bundesaußenminister und Vizekanzler (1974 - 1992)

Herkunft und Familie

Hans-Dietrich Genscher, ev., wurde am 21. März 1927 in Reideburg/Saalkreis geboren. Sein Vater war Syndikus beim Landwirtschaftsverband. 1933 zog die Familie nach Halle. Den Vater verlor G. 1937, die Mutter starb im Okt. 1988.

G. ist seit 1969 in zweiter Ehe mit seiner früheren Sekretärin Barbara, geb. Schmidt, verheiratet. Sie ist seit Dez. 1987 Schirmherrin der "Deutschen Herzstiftung e. V.", Frankfurt, und Ehrenvorsitzende des "Frauen- und Familiendienstes im Auswärtigen Amt". Aus erster Ehe (1958) mit Luise Schweizer hat G. eine Tochter Martina (geb. 1961), die ihn im April 1991 zum Großvater machte. G. ist Fußballfan, schwimmt gerne, liebt klassische Musik (Dvořák, Tschaikowsky) und moderne Malerei (Feininger). Im Jahr 2000, 2002 und erneut im Febr. 2005 musste sich G. in Bonn jeweils Darmoperationen unterziehen. Nach dem letzten Noteingriff lag er wochenlang auf der Intensivstation.

Quelle: Munzinger

Biographie

1943Flakhelfer im Zweiten Weltkrieg
1944Eintritt in den Reichsarbeitsdienst
1946Erkrankung an Tuberkulose
1946-1949Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Halle und Leipzig
Apr. 1946Ergänzungsabitur an der Friedrich-Nietzsche-Oberschule in Halle
1949Erste juristische Staatsprüfung
1949-1952Gerichtsreferendar im OLG-Bezirk Halle
seit 1952Mitglied der Freien Demokratischen Partei (FDP)
1954Zweite juristische Staatsprüfung
1954-1956Rechtsanwalt in einer Bremer Anwaltssozietät.
1959-1965Geschäftsführer der Bundestagsfraktion der FDP
1962-1964Bundesgeschäftsführer der FDP
1965-1998Mitglied des Bundestags
1968-1974Stellv. Parteivorsitzender der FDP
1969-1974Minister des Inneren
1973Großes Bundesverdienstkreuz
1974Entspannungspolitik und Ost-West-Dialog
1974-1985Vorsitzender der FDP
1974-1992Bundesaußenminister und Vizekanzler
1975Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband
1981Auseinandersetzungen um die "Sparoperation '82"
01.10.1982Helmut Kohl wird Bundeskanzler einer Koalitionsregierung von CDU/CSU und FDP
Aug. 1983Erster Außenminister eines NATO-Landes, der sich für ein Gewaltverzichtsabkommen zwischen Ost und West einsetzt
1984Initiator der Mittelamerika-Konferenz in San José
1986Großkreuz der französischen Ehrenlegion
1987Ehrenbürger von Costa Rica
30.09.1989Überbringer der Nachricht von der Ausreisemöglichkeit für die DDR-Flüchtlinge in der deutschen Botschaft in Prag
Mai 1990-Sep. 19902+4-Gespräche
Nov. 1990Unterzeichnung eines deutsch-sowjetischen Kooperationsvertrags
14.11.1990Unterzeichnung des deutsch-polnischen Grenzvertrags
02.12.1990Die FDP erzielt bei den ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen ein Traumergebnis von 11_%
1991Ehrenbürger von Halle
1991Initiator der Gründung des Nordatlantischen Kooperationsrats
15.03.1991Austausch der Ratifikationsurkunde für den 2+4-Vertrag über Deutschlands Souveränität
Jun. 1991Vorsitzender des neu geschaffenen KSZE-Außenministerrats
17.12.1991Anerkennung der Republiken des auseinander fallenden Jugoslawien durch die zwölf EG-Staaten
1992 Großes Verdienstkreuz Polens
1992Großes Verdienstkreuz Ungarns
Mai 1992Ehrenvorsitzender der FDP
Dez. 1992Präsident der Europäischen Bewegung Deutschlands
1994-1995Honorarprofessor im Fachbereich Politische Wissenschaften der FU Berlin
Okt. 1998-Sep. 2004Aufsichtsratsvorsitzender der WMP EUROCOM AG
1999Wiederaufnahme der anwaltlichen Tätigkeit in der Sozietät Büsing, Müffelmann & Theye, Büro Berlin
2000Gründung der Hans-Dietrich Genscher Consult GmbH
Jun. 2001Schlichter im Tarifstreit zwischen den Piloten der Deutschen Lufthansa und deren Geschäftsführung
Jun. 2003Aufruf nach dem Irak-Krieg in einem offenen Brief zur Geschlossenheit und Einigkeit mit den USA
Quelle: Munzinger
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