Teenager nutzen den Kurznachrichtendienst deutlich häufiger als 2011. Das weltgrößte soziale Netzwerk bleibt aber trotz...
Foto: zuguttenberg.dedeutscher Politiker
Bundesminister der Verteidigung (2009 - 2011)
Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, röm.-kath., wurde am 5. Dez. 1971 in München als Sohn des Dirigenten und Umweltaktivisten Enoch zu Guttenberg (geb. 1946) und der Gräfin Christiane von Eltz (geb. 1951) geboren. Nach deren Scheidung 1977 wuchsen G. und sein Bruder Philipp-Franz (geb. 1973) beim Vater auf. G. hat vier Stiefgeschwister aus den zweiten Ehen seiner Eltern. Er entstammt einem 1158 erstmals urkundlich erwähnten fränkischen Adelsgeschlecht von Großgrundbesitzern aus Guttenberg (Kreis Kulmbach). Sein Urgroßonkel Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg (1902-1945) war überzeugter Monarchist und hatte enge Kontakte zu den NS-Widerstandskämpfern des Kreisauer Kreises. Nach Claus Schenk Graf von Stauffenbergs missglücktem Hitler-Attentat (20.7.1944) wurde er verhaftet und im April 1945 von der Gestapo hingerichtet. G.s gleichnamiger Großvater Karl Theodor zu Guttenberg (1921-1972) war in den 60er Jahren ein profilierter CSU-Außenpolitiker im Bundestag und gehörte zu den Architekten der ersten Großen Koalition in der Bundesrepublik. Unter Kurt Georg Kiesinger amtierte er 1967-1969 als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt.
G. ist seit 2000 mit Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen (geb. 1976) verheiratet, einer Ur-Ur-Enkelin des ersten Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck und von Beruf Textilbetriebswirtin, die sich als Präsidentin des Vereins Innocence in Danger gegen Kindesmissbrauch und sexuelle Gewalt engagiert. Ihre Mutter ist Schwedin. Die Töchter Anna und Mathilde wurden 2001 und 2002 geboren. Die Familie siedelte 2011 nach Greenwich (US-Bundesstaat Connecticut) um. In Bezug auf seine adelige Herkunft erklärte G. einmal: "Wir tragen unseren Namen nicht wie eine Monstranz vor uns her, sondern versuchen, vorauseilenden Klischees mit Leistung zu begegnen. So bin ich erzogen worden" (WELT, 3.11.2008). G.s Bruder führt das operative Geschäft der Familie, deren Vermögen nach einer Liste des "manager magazins" auf 600 Mio. Euro geschätzt wird (vgl. SPIEGEL, 9.3.2009). G. interessiert sich für moderne Literatur und Musik, er spielt selbst Klavier. Außerdem geht er auf die Jagd, fährt Ski und spielt Tennis. Von Parteifreunden wird er auch "KT" genannt.
| 1991 | Abitur |
| 1992 | Studium der Rechtswissenschaften in Bayreuth |
| 1993 | Studium der Politikwissenschaften in München |
| seit Sep. 2002 | Mitglied des Bundestags (mit Direktmandat) |
| 2007 | Promotion (Aberkennung 2011) |
| Dez. 2007-Jul. 2011 | Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Oberfranken |
| 03.11.2008-Feb. 2009 | Generalsekretär der CSU |
| Feb. 2009-27.10.2009 | Bundesminister für Wirtschaft und Technologie |
| 27.09.2009 | Bundestagswahlen mit Bildung einer CDU/FDP-Koalition |
| 28.10.2009-Mrz. 2011 | Bundesminister der Verteidigung |
| Dez. 2009 | Entlassung des Bundeswehrgeneralinspekteurs (Kundus-Affäre) |
| Aug. 2010 | Vorlage zur Bundeswehrreform |
| Mrz. 2011 | Rücktritt als Verteidigungminister wegen Plagiatsvorwurf in seiner Doktorarbeit |
Teenager nutzen den Kurznachrichtendienst deutlich häufiger als 2011. Das weltgrößte soziale Netzwerk bleibt aber trotz...