Foto: Tom Rathmann für WirtschaftsWochedeutscher Bankier
Matthias Döring Henning Graf von Krockow wurde als jüngeres von zwei Kindern von Albrecht Graf von Krockow und Adda Gräfin von Krockow, geb. von Borcke, am 8. April 1949 in Föhren bei Trier geboren. Seine Familie, die aus altem pommerschem Adelsgeschlecht stammt, war nach dem Zweiten Weltkrieg von ihrem Stammsitz in der Nähe von Danzig vertrieben worden. Bei Trier hatte K.s Vater eine Stelle als Gutsverwalter gefunden.
Seit 1976 ist K. mit Gräfin Ilona von Krockow, geb. Baronesse Ullmann de Baranyavár, verheiratet und Vater von vier Kindern. Als Neffe zweiten Grades ist K. mit dem verstorbenen Politologen und Schriftsteller Christian Graf von Krockow verwandt. K. ist begeisterter Tennisspieler, Skifahrer, Golfer und Jäger. Der ehemalige Sitz der Familie, Schloss Krockow, wurde in Zusammenarbeit mit polnischen Stellen von der Familie von Krockow als Begegnungsstätte für deutsch-polnische Aussöhnung etabliert, die neben einem Hotel und Restaurant auch ein Museum umfasst.
| 1957 | Abitur |
| 1974-1978 | Studium der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Bankbetriebslehre an der Universität Köln |
| 1976 | Heirat mit Ilona Baronesse von Ullmann, einer Angehörigen der Eigentümerfamilie des privaten Bankhauses Sal. Oppenheim in Köln |
| 1978-1979 | Trainee bei der Chase Manhattan Bank in Frankfurt |
| 1979-1981 | Wechsel zur Chase Manhattan Bank New York |
| 1981 | Wechsel zur Citibank/New York |
| 1984 | Eintritt in die Privatbank Sal. Oppenheim in Köln |
| seit 1986 | persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim |
| seit 1986 | Entwicklung des Bankhauses Sal. Oppenheim zur führenden unabhängigen Privatbank in Europa |
| 1989 | Verkauf der Mehrheitsbeteiligungen am Colonia Konzern und der Hypothekenbank Rheinboden |
| 1989 | Umwandlung von Sal. Oppenheim in eine Kommanditgesellschaft auf nicht börsennotierte Aktien |
| 1993 | Einführung eines neuen Unternehmenskonzepts der integrierten Vermögensverwaltungs- und Investmentbank |
| 1998-2009 | Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim |
| 2005 | Kauf der BHF-BANK AG |
| 2005 | Übernahme der Luxemburger Bank Services Généraux de Gestion und deren Tochtergesellschaften in Genf |
| 2005-2009 | Sprecher des Vorstands der BHF-BANK AG |
| 2007 | Verlegung des Hauptsitzes des Bankhauses Sal. Oppenheim von Köln nach Luxemburg |
| Mrz. 2007 | Gründung einer Beteiligungsfirma "CNP Oppenheim Opportunities" zusammen mit Albert Frère |
| 2008 | Höchste Verluste für Sal. Oppenheim seit Ende des Zweiten Weltkrieges durch die weltweite Finanzkrise |
| 2008 | Hauptaktionär bei der Arcandor AG durch Aktienerwerb am Anteilspaket von Madeleine Schickedanz |
| 2009 | Scheitern der Arcandor-Sanierung |
| 2009 | Übernahme der Sal.-Oppenheim-Gruppe durch die Deutsche Bank |
| 2009 | Rücktritt als Sprecher der Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA |