Köpfe: Oskar LafontaineFoto: DIE LINKE im Bundestag

Oskar Lafontaine

Geburtsdatum:
16.09.1943
Geburtsort:
Saarlouis
Nationalität:
DE

deutscher Politiker

Ministerpräsident des Saarlandes (1985 - 1998)

Bundesvorsitzender der LINKEN (2007 - 2010)

Herkunft und Familie

Oskar Lafontaine, röm-kath., wurde am 16. Sept. 1943 in Saarlouis als jüngerer zweier Zwillingssöhne geboren. Sein Vater Hans war Bäcker, er fiel im Zweiten Weltkrieg. Die Mutter Katharina, geb. Ferner, zog später nach Dillingen. Sie starb 2006. L.s Zwillingsbruder Hans machte sich als Rechtsanwalt einen Namen.

L. war drei Mal verheiratet. Aus zweiter Ehe (1982-1988) stammt Sohn Frederic (geb. 1982). Aus der 1993 geschlossenen Ehe mit der Volkswirtin Christa Müller ging ein Sohn (Carl Maurice; geb. 1997) hervor. Christa Müller gründete 1996 den Saarbrücker Verein "Intact" gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen. Parteiinterne Kritik brachte Müller als familienpolitischer Sprecherin der Saar-LINKEN 2007 ihr umstrittener Vorstoß für ein "Erziehungsgehalt" und mehr häusliche Kindererziehung durch Mütter ein. Im Rahmen des Landesparteitags in Saarbrücken machte L. im Nov. 2011 seine Beziehung zu Sahra Wagenknecht, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Bundestag, öffentlich.

Quelle: Munzinger

Biographie

1962Abitur
1962-1969Studium der Physik an den Universitäten Bonn und Saarbrücken
1966-Mai 2005Mitglied der SPD
1971-1974Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Straßenbahnen in der Saartal AG
1977-1985Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken
1977-1996Landesvorsitzender der SPD im Saarland
1979-1999Mitglied des Bundesvorstandes der SPD
09.04.1985-27.10.1998Ministerpräsident des Saarlandes
1987zweiter stellv. Parteivorsitzender der SPD
25.04.1990Opfer eines Attentats bei einem Wahlkampfauftritt in Köln-Mülheim
Dez. 1990Kanzlerkandidat der SPD bei der Bundestagswahl 1990
09.11.1994Bestätigung im Amt des Ministerpräsidenten
Nov. 1995-11.03.1999Bundesvorsitzender der SPD
27.10.1998-11.03.1999Bundesminister für Finanzen
1999"Das Herz schlägt links"
Jun. 2005Beitritt zur WASG
Jun. 2005Kooperation mit der ostdeutschen PDS, die sich in "Die Linkspartei" umbenannte
18.09.2005-Feb. 2010Mitglied des Bundestags
23.09.2005-2009Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Deutschen Bundestag
Jun. 2007-2010Bundesvorsitzender der LINKEN
seit Sep. 2009Fraktionsvorsitzender der LINKEN im saarländischen Landtag
23.01.2010Rücktrittsankündigung als Bundesvorsitzender der Linken
23.01.2010Rücktrittsankündigung als Parteivorsitzender
20.03.2010Parteiprogrammentwurf
15.05.2010-16.05.2010Abschied als Parteivorsitzender der LINKEN
Quelle: Munzinger
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