Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...
Foto: www.liberale.dedeutscher Politiker
Otto Friedrich Wilhelm von der Wenge Graf Lambsdorff war das älteste von drei Kindern des Kaufmanns Herbert Graf Lambsdorff (1899–1976). Er entstammte westfälischem, später im Baltikum ansässigem Uradel. Die Familie hat zahlreiche Staatsdiener, darunter einen zaristischen Außenminister Anfang des 20. Jahrhunderts, hervorgebracht. L.s Bruder Hagen (*1935) war Diplomat (u. a. Deutscher Botschafter in Prag und Riga), dessen Sohn Alexander Graf Lambsdorff (*1966) FDP-Europaabgeordneter ab 2004.
L. war ab 1953 mit Renate, geb. Lepper, verheiratet und hatte aus dieser geschiedenen Ehe drei Kinder: Nikolaus, Cecilie und Susanne. Mit der knapp 20 Jahre jüngeren Diplomvolkswirtin und Bankmanagerin Alexandra, geb. von Quistorp, schloss L. 1975 eine zweite Ehe. Alexandra Lambsdorff war bis Ende 1991 Generalbevollmächtigte des Bankhauses Lampe KG in Düsseldorf. Als Hobbys des Bach- und Mozartverehrers und überzeugten Protestanten galten Schwimmen, Lesen und die japanische Küche. L. war Rotarier und lebte in Bad Münstereifel. Am 5. Dez. 2009 starb er kurz vor seinem 83. Geburtstag in einem Bonner Krankenhaus. Er sei von "seinem vielfältigen Leiden erlöst worden", teilte sein Büro mit. L.s Urne wurde im Familiengrab auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Potsdam beigesetzt.
| 1946 | Abitur |
| 1947-1950 | Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Bonn und Köln |
| 1950 | Referendarexamen |
| 1951-1953 | Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Aachen |
| seit 1951 | Mitglied der FDP |
| 1952 | Promotion zum Dr. jur. |
| 1955 | Assessorexamen |
| 1955-1971 | Tätigkeit im Kreditgewerbe, zuletzt als Generalbevollmächtiger des Düsseldorfer Privatbankhauses Trinkaus |
| 1960 | Zulassung als Rechtsanwalt am Amts- und Landgericht Düsseldorf |
| 1968-1978 | Landesschatzmeister der FDP in Nordrhein-Westfalen |
| 1971-1977 | Mitglied des Vorstands der Victoria Rückversicherungs AG Berlin/Düsseldorf |
| 1972 | Mitglied des Bundesvorstands der FDP |
| 1972-1998 | Mitglied des Bundestags |
| 07.10.1977-17.09.1982 | Minister für Wirtschaft im Kabinett Schmidt |
| 1978 | Eintritt in die Düsseldorfer Anwaltssozietät Wessing/von der Goltz |
| 1978 | Stellv. Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen |
| Sep. 1982 | Vorlegung eines Konzepts ("Lambsdorff-Papier") |
| 17.09.1982 | Bruch der sozialliberalen Koalition |
| 04.10.1982-26.06.1984 | Minister für Wirtschaft im Kabinett Kohl |
| 1984-1997 | Wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP |
| 26.06.1984 | Rücktritt als Minister für Wirtschaft vor dem Hintergrund der Flick-Spenden-Affäre |
| Feb. 1987 | Verurteilung zu einer Geldstrafe von 180.000 DM wegen Steuerhinterziehung |
| Okt. 1988-1993 | Bundesvorsitzender der FDP |
| 1991-1994 | Präsident der Liberalen Internationale |
| seit 1993 | Ehrenvorsitzender der FDP |
| 1995-2006 | Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung |
| 1998 | Verzicht auf eine weitere Kandidatur für den Bundestag |
| Jul. 1999-2002 | Beauftragter für die Verhandlungen über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern (Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft") |
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