Foto: dpadeutscher Ingenieur und Politiker (Sachsen)
Ministerpräsident
Stanislaw Tillich, röm.-kath., wurde am 10. April 1959 in Neudörfel, Kreis Kamenz (Sachsen) in der Oberlausitz geboren. Seine Familie gehört zu den in der Lausitz lebenden Sorben ("Wenden"), einem westslawischen Volk, das sich dort im 6. Jahrhundert angesiedelt hatte und in der DDR kulturelle Autonomie gewann.
T. und seine Frau Veronika haben zwei erwachsene Kinder und ließen sich in Panschwitz-Kuckau (sorb.: Pancicy-Kukow) nieder. Zu Hause spricht T. Sorbisch, er beherrscht auch Polnisch, Tschechisch, Englisch und Französisch.
| 1979-1984 | Studium der Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Dresden |
| 1984-1987 | Konstrukteur in einem Elektrobetrieb in Kamenz |
| 1987 | Beitritt zur DDR-Blockpartei CDU |
| 1987-1988 | Aufbaustudium in Binnenhandel an der Handelshochschule Leipzig |
| 1987-1990 | Mitarbeiter beim Rat des Kreises Kamenz |
| 1990-1995 | selbstständiger Unternehmer |
| Mrz. 1990-Okt. 1990 | Abgeordneter in der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR |
| 1991-1994 | Beobachter im Europäischen Parlament (EP) |
| 1992-1999 | Vorstandsmitglied der EVP (Europäischen Volkspartei) |
| Jun. 1994-Okt. 1999 | Mitglied des Europäischen Parlaments (EP) |
| Okt. 1999-Apr. 2002 | Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten |
| Mai 2002-Okt. 2004 | Leiter der Sächsischen Staatskanzlei mit Zuständigkeit für Bundes- und Europaangelegenheiten |
| seit Sep. 2004 | Mitglied des Sächsischen Landtages |
| Nov. 2004-Sep. 2007 | Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft |
| Sep. 2007-Mai 2008 | Staatsminister der Finanzen |
| seit 24.05.2008 | Landesvorsitzender der CDU Sachsen |
| seit 28.05.2008 | Ministerpräsident |
| Nov. 2008 | "Blockföten-Debatte"; Bekanntwerden von Details seines Vorlebens als Polit-Funktionär in der DDR sowie diesbezüglich "geschönter" Personalbögen |
| Aug. 2009 | Landtagswahl; Bildung einer CDU/FDP-Koalition; Bestätigung als Ministerpräsident |