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Foto: R. Nicolic für WirtschaftsWochedeutscher Unternehmer, Filmregisseur und -produzent; fr. Skirennläufer
Sohn des Sportmodenfabrikanten Willy Bogner sen.
Willy Hermann Björn Bogner, kath., wurde am 23. Jan. 1942 in München geboren. Sein Vater, Willy Bogner sen. (1909-1977), wurde ebenso durch seine Leistungen als Skisportler (u. a. elfmal Deutscher Meister in der nordischen Kombination, 1935 Dritter der Weltmeisterschaft, Olympiateilnehmer 1936) wie durch sein erfolgreiches Wirken als Sportmodenfabrikant ("Dior der Skimode"; seit 1932) bekannt. Die Idee des Ehepaares Bogner, der bis dahin wenig ansehnlichen, rein zweckgebundenen Skikleidung modische Eleganz zu verleihen, erwies sich als ausgesprochen erfolgreich. Seit den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen wurde die deutsche Nationalmannschaft immer mit Bogner-Kollektionen eingekleidet. Zu Skihosen und Skiblusen kamen bald auch Dirndlkleider und Trachtenblusen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb auf Kriegsproduktion umgestellt. Ende 1944 fiel das Münchner Fabrikgebäude einem Bombenangriff zum Opfer. Bis Willy Bogner sen. 1947 aus der Gefangenschaft zurückkam, produzierte seine Frau Maria in Oberaudorf mit 25 Näherinnen Schürzen. Im Frühjahr 1948 konnte die Produktion in München wieder aufgenommen werden. Zehn Jahre später verzeichnete das Unternehmen bereits einen Umsatz von rund 12 Mio. DM.
In den 60er Jahren war die Skirennläuferin Barbara Henneberger B.s Partnerin. Sie wurde 1964 durch eine Lawine getötet. Seit 1972 ist B. mit der Brasilianerin Sônia, geb. Ribeiro, verheiratet, die B.s Mutter als Hausmannequin nach München holen wollte und die später die Betreuung der Damenkollektion des Unternehmens übernahm. Seit 1992 entwirft sie eigene Designer-Kollektionen. Das Paar adoptierte zwei brasilianische Kinder: Florinda und Bernhard. Letzterer starb im Okt. 2005 im Alter von 17 Jahren im Münchner Wohnhaus B.s. Zunächst war von einem tragischen Unfall unter Alkoholeinfluss die Rede, doch stellte die Staatsanwaltschaft in ihrem Ermittlungsergebnis Selbstmord als Todesursache fest.
| 1960 | Mitglied der deutschen Olympiamannschaft (auch 1964) |
| 1960 | Amateurfilm über die Olympischen Winterspiele in Squaw Valley |
| seit 1960 | Spezialist für Skisportfilme; Action-Aufnahmen für versch. James-Bond-Filme |
| 1961 | Abitur |
| 1962 | Studium der Betriebswirtschaft und Bekleidungstechnik ohne Abschluss |
| 1962 | Studentenweltmeister im Slalom und in der Kombination |
| 1964 | "Ski-Faszination" |
| 1966 | Deutscher Meister im Spezialslalom und in der alpinen Kombination |
| 1967 | Abschied vom internationalen Skisport |
| 1970 | Einstieg in den Familienbetrieb Willi Bogner GmbH & Co. KG |
| 1977 | Übernahme der Firmenleitung der Willi Bogner GmbH & Co. KG |
| 1978 | Ausbau der Willi Bogner GmbH & Co. KG zum internationalen Konzern mit Kollektionen zum Skisport, Golf, Tennis; auch Accessoires, Kosmetik, Leder- und Bademode |
| 1986 | "Feuer und Eis" |
| 1986 | Bayerischer Filmpreis und Bambi für "Feuer und Eis" |
| 1990 | "Feuer, Eis & Dynamit" |
| 1994 | Umfirmierung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) |
| 2002 | Verkleidung und Enthüllung des Brandenburger Tors anlässlich der Feiern zum Tag der Deutschen Einheit |
| Nov. 2009-Sep. 2010 | Vorsitzender der Geschäftsführung der Olympiabewerbung "München 2018" |
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