Körperverletzungs-Vorwurf: Trump stellt sich hinter Wahlkampfmanager

Körperverletzungs-Vorwurf: Trump stellt sich hinter Wahlkampfmanager

, aktualisiert 30. März 2016, 02:28 Uhr
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Unterstützung von Donald Trump: Wahlkampfmanager Corey Lewandowski (links) neben seinem Chef.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei Donald Trumps Reden geht es bisweilen hoch her: Dem engsten Berater des Milliardärs, Corey Lewandowski, wird nun Körperverletzung vorgeworfen. Sein Chef stärkt ihm wortreich den Rücken.

JanesvilleUS-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich hinter seinen beschuldigten Wahlkampfmanager Corey Lewandowski gestellt. Dem engen Berater Trumps wird nach einer Auseinandersetzung mit einer Reporterin der Nachrichten-Webseite Breitbart News Körperverletzung vorgeworfen.

Er lasse Menschen nicht fallen, sagte Trump nach seiner Landung in Wisconsin, bevor er in der Stadt Janesville eine Rede hielt. „Ich kann nicht einfach danebenstehen und zuschauen, wie das Leben eines Mannes zerstört wird“, sagte er in seinem Flugzeug zu Journalisten. Die Situation bezeichnete der 69-Jährige als sehr unfair und verleumdend für Lewandowski.

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Auf der Wahlkampfveranstaltung in Janesville legte der republikanische Vorwahl-Spitzenreiter nach: Das einfachste wäre gewesen, Lewandowski zu feuern, sagte Trump. Er wiederholte seine Aussage, er wolle nicht das Leben eines Mannes zerstören, und erntete damit den Jubel der Menge.

Kritik von Trumps Gegnern

Trump las im Anschluss das Statement vor, das die Breitbart-News-Reporterin bei der Polizei abgegeben hatte. Darin befänden sich Unstimmigkeiten, behauptete er. Zu der Mutmaßung einer Person aus dem Publikum, Lewandowski habe die Reporterin nur am Arm gepackt, um sie vom Hinfallen zu bewahren oder den Bewerber zu schützen, nickte er.

Die Polizei in Florida, wo sich der Vorfall ereignete, wirft Lewandowski einfache Körperverletzung vor. Dabei handelt es sich um eine mindere Straftat, die mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden kann. Überwachungskameras haben den Zwischenfall aufgezeichnet, bei dem Lewandowski die Journalistin heftig am Arm packen soll. Der Wahlkampfmanager muss sich am 4. Mai vor einem Richter verantworten. Er stellte sich am Dienstag der Polizei.

Kritik kam postwendend von Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. Trump habe zu gewalttätigem und aggressivem Verhalten angestiftet und sollte sich deshalb für das verantwortlich zeigen, was während seines Wahlkampfes passiere, sagte die Demokratin auf einer Wahlkampfkundgebung in der Stadt La Crosse.

Trumps innerparteilicher Rivale Ted Cruz sagte, der Vorfall sei „die Konsequenz der Kultur der Trump-Kampagne“. So etwas habe keinen Platz in der amerikanischen Demokratie.

Vor der Veranstaltung in Janesville formierte sich erneut Protest gegen Trump. Mehrere Dutzend Demonstranten fanden sich vor dem Hotel ein, wo der Immobilienmogul später seine Rede hielt. Demonstranten sagten, sie wollten die Botschaft übermitteln, dass nicht alle in dem Staat seine Meinung teilten.

Trump hat unter den Bewerbern der Republikaner bisher die meisten Stimmen angesammelt, um auf dem Parteitag im Sommer als Kandidat für die Präsidentschaftswahl im November nominiert zu werden. Mit seinen Ansichten über Migranten und Muslime entzweit er allerdings die Partei und auch die gesamte Nation.

In Wisconsin finden am 5. April die nächsten Vorwahlen der Republikaner und Demokraten statt.

Quellle:  Handelsblatt Online
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