Kometenmission Rosetta: Philae antwortet nicht auf Weckruf

Kometenmission Rosetta: Philae antwortet nicht auf Weckruf

, aktualisiert 11. Januar 2016, 13:31 Uhr
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Keine Antwort auf den Weckruf von der Erde.

Quelle:Handelsblatt Online

Keine Nachricht von Philae: Der Landeroboter der Kometensonde Rosetta hat den jüngsten Weckruf von der Erde nicht beantwortet. Damit ist die Kontaktaufnahme mit dem Lander wohl endgültig gescheitert.

BerlinDer jüngste Weckruf von Raumfahrtexperten an den Landeroboter Philae auf dem Kometen Tschuri verhallte im All. Die Chancen, dass sich der kleine Roboter noch einmal meldet, sind damit verschwindend gering.

Am Wochenende hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln ein Kommando zu Philae geschickt, das jedoch unbeantwortet blieb. „Es ist zu keiner Kontaktaufnahme gekommen“, sagte der Philae-Projektleiter des DLR, Stephan Ulamec am Montag.

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Die Chancen dafür würden jetzt jeden Tag schlechter, weil sich Tschuri von der Sonne wegbewege. Seit September wartet das DLR vergeblich auf ein Zeichen von Philae.

Der Roboter war im November 2014 auf der Oberfläche des Kometen mit dem offiziellen Namen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandet und hatte Daten zur Erde gefunkt. Durch zwei unplanmäßige Hüpfer beim Aufsetzen landete Philae allerdings nicht exakt an der vorgesehenen Stelle.

An der tatsächlichen Landeposition erhielt der Lander nicht genug Sonnenlicht, um seine Instrument mit Energie zu versorgen. Nach gut zwei Tagen schaltete Philae daher in den Standby-Modus. Seither blieb der Lander, abgesehen von einigen kurzen Phasen der Datenübertragung im vergangenen Sommer, stumm.

Bei ihrem jüngsten Weckruf hatten die DLR-Experten dem Lander das Kommando gegeben, sein kreiselartiges Drallrad in seinem Inneren in Bewegung zu setzen. Sie hofften, dass Philae daraufhin Staub von seinen Solarpaneelen abrütteln und sich besser zur Sonne ausrichten würde.

„Man sollte nicht zu enttäuscht sein. Wir wussten dass die Chancen gering waren“, so Ulamec. „Aber wir wollten diese Chance nutzen, bevor man zu weit von der Sonne weg ist.“

Bis Ende Januar werde man auf Signale von Philae achten. „Aber dann muss man irgendwann auch mal realistisch sein, dass wir vermutlich nichts mehr von Philae hören werden“, sagte der DLR-Projektleiter.

Quellle:  Handelsblatt Online
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