Konjunktur: Chinesische Exporte steigen wieder

Konjunktur: Chinesische Exporte steigen wieder

, aktualisiert 13. April 2016, 09:09 Uhr
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Der erste Anstieg der chinesischen Exporte seit einem dreiviertel Jahr nährt die Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Flaute in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Quelle:Handelsblatt Online

Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Flaute: Die Exporte in China steigen wieder – und zwar so kräftig wie seit einem Jahr nicht mehr. Doch Experten warnen vor Euphorie.

Peking/ShanghaiDer erste Anstieg der chinesischen Exporte seit einem dreiviertel Jahr nährt die Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Flaute in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Ausfuhren wuchsen im März um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik der Zollbehörde hervorgeht. Das war das kräftigste Wachstum seit mehr als einem Jahr. Es fiel fast fünfmal so stark aus wie von Ökonomen erwartet. Im Februar waren die Exporte noch um ein Viertel eingebrochen.

Experten warnen aber vor Euphorie: Das positive Ergebnis sei auch Ergebnis von Sondereffekten wie dem schwachen Vergleichswert im Vorjahresmonat und daher nicht notwendigerweise ein Signal für eine steigende Nachfrage auf den Weltmärkten. „Der chinesische Außenhandel dürfte sich weiter verbessern“, sagte Analyst Wang Tie Sho von Industrial Securities. „Aber die Erholung dürfte nicht dramatisch ausfallen, sind doch die Entwicklungen in wichtigen Märkten nicht besonders gut.“ So senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr auf 32 Prozent und für 2017 auf 3,5 Prozent - unter anderem wegen eines schwächeren Anstiegs der Wirtschaftsleistung in den USA und in der Euro-Zone. Beide Regionen sind für Exportweltmeister China von enormer Bedeutung.

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Dass eine Belebung noch nicht in trockenen Tüchern ist, belegen auch die sinkenden Importe Chinas. Diese schrumpften im März um 7,6 Prozent. Das signalisiert eine nach wie vor schleppende Binnennachfrage, auch wenn der Rückgang nicht so stark ausfiel wie von den meisten Beobachtern befürchtet.

Die Regierung peilt für 2016 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zwischen 6,5 und 7,0 Prozent an. 2015 hatte die Wirtschaft mit 6,9 Prozent so langsam zugelegt wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Die Regierung will mit staatlichen Investitionen, einer Steuerreform und einer lockeren Geldpolitik für Impulse sorgen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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