Konjunktur: Deutlich mehr Stellen auf dem US-Arbeitsmarkt

Konjunktur: Deutlich mehr Stellen auf dem US-Arbeitsmarkt

, aktualisiert 01. November 2017, 16:50 Uhr
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Eine geringe Arbeitslosenquote gehört zu den wichtigsten Zielen der Fed.

Quelle:Handelsblatt Online

Kurz vor dem Zinsentscheid der Fed am Mittwochabend meldet sich die US-Wirtschaft mit einem deutlichen Job-Zuwachs von 235.000 Stellen im Oktober. Trotzdem könnte eine Zinserhöhung noch auf sich warten lassen.

WashingtonDie US-Firmen haben im Oktober mit dem stärksten Job-Zuwachs seit sieben Monaten eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr wahrscheinlicher gemacht. Es entstanden insgesamt 235.000 neue Stellen, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch zu seiner Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Plus von 200.000 gerechnet. Die Notenbank Fed, die am Abend (19.00 Uhr MEZ) ihre geldpolitische Entscheidung bekanntgibt, blickt genau auf die Jobdaten. Sie dürfte nach Einschätzung der meisten Fed-Beobachter den Zins vorerst in einer Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent belassen und die dritte für 2017 angepeilte Erhöhung erst zum Jahresende wagen.

Am Freitag steht der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung an, der neben Jobs in der Privatwirtschaft auch staatliche Stellen mit einbezieht. Fachleute rechnen mit einem kräftigen Plus von 312.000, nachdem im September 33.000 Stellen verloren gegangen waren - auch wegen der verheerenden Folgen der Wirbelstürme im Süden der USA.

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Die Notenbank hat bereits signalisiert, dass sie über eine kurzfristige Beeinträchtigung der Wirtschaft durch die Hurrikans "Harvey" und "Irma" hinwegsehen dürfte. Die Fed soll Vollbeschäftigung fördern und hat dieses Ziel mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 4,2 Prozent de facto erreicht. Wegen der rund laufenden Konjunktur hat sie die Zinsen 2017 bereits zwei Mal erhöht - zuletzt Mitte Juni. Sie will noch dieses Jahr nachlegen, falls die Wirtschaftslage es erlaubt.

Viele Experten rechnen damit, dass die Fed im Dezember den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld um einen Viertel Prozentpunkt erhöhen wird. Dann wird Notenbankchefin Janet Yellen Gelegenheit haben, den Beschluss anschließend vor der Presse zu erläutern. Es könnte einer ihrer letzten Auftritte in dieser Spitzen-Position sein. Ihre Amtszeit als Fed-Chefin endet Anfang Februar 2018. Als aussichtsreichster Kandidat für ihre Nachfolge gilt Fed-Direktor Jerome Powell. Die Entscheidung zu der Personalie dürfte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bekanntgeben, wie Reuters jüngst von einem Mitarbeiter des Weißen Hauses erfuhr.

Quelle:  Handelsblatt Online
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