Konjunktur: Ifo erhöht Wachstumsprognose

Konjunktur: Ifo erhöht Wachstumsprognose

, aktualisiert 20. Juni 2017, 10:30 Uhr
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Eine Baustelle für Wohnhäuser, aufgenommen in Hamburg. Nach der jüngsten Konjunkturprognose des Ifo-Instituts treibt die Bauwirtschaft das Wachstum an.

Quelle:Handelsblatt Online

Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für 2017 und 2018 deutlich erhöht und rechnet mit neuen Rekorden bei der Beschäftigung. Vor allem der Bau und der private Konsum sorgen für weiteren, kräftigen Aufschwung.

BerlinDie deutsche Wirtschaft wächst nach Einschätzung des Ifo-Instituts schneller als gedacht und sorgt für neue Beschäftigungsrekorde. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,8 Prozent steigen und 2018 noch einmal um 2,0 Prozent zulegen, teilten die Münchner Forscher am Dienstag in ihrer neuen Konjunkturprognose mit. Bisher hatten die Ökonomen nur mit einem Plus von 1,5 und 1,8 Prozent gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft ist stark und stabil“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Wir erleben gerade ein so kräftiges erstes Halbjahr, dass uns der Schwung bis ins kommende Jahr trägt.“

Wie schon in den vergangenen Jahren werde der Aufschwung von der Inlandsnachfrage und hier besonders vom Bau und vom Konsum getragen: „Neu hinzu kommt die Industrie.“ Das Anziehen der Konjunktur im Euro-Raum und der übrigen Welt lasse die Exporte kräftig steigen, sagte Wollmershäuser. Die Unternehmen beurteilten die Aussichten laut Ifo-Umfrage als so glänzend wie noch nie seit 1990.

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Die Zahl der Beschäftigten werde von 43,6 Millionen Menschen im vorigen Jahr über 44,2 Millionen 2017 auf 44,6 Millionen im nächsten Jahr steigen. Das wäre so viel wie noch nie. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte bis 2018 auf 2,4 Millionen sinken. Der Staatsüberschuss werde von 26,4 Milliarden Euro 2016 auf 19,1 Milliarden in diesem Jahr sinken, aber 2018 wieder auf 22,9 Milliarden Euro steigen.

Der international und vor allem von US-Präsident Donald Trump kritisierte Überschuss der deutschen Leistungsbilanz wird nach Ifo-Berechnungen bis 2018 von 261 Milliarden Euro über 265 auf 279 Milliarden Euro steigen. Allerdings bleibe sein Anteil an der Wirtschaftskraft weitgehend stabil bei rund 8,3 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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