Konjunktur: Industrieproduktion in Deutschland sinkt

Konjunktur: Industrieproduktion in Deutschland sinkt

, aktualisiert 09. Februar 2016, 14:53 Uhr
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Wirtschaftliche Probleme in Schwellenländern wie China und Brasilien schlagen sich auch in der deutschen Produktion nieder.

Quelle:Handelsblatt Online

Industrie, Bau, Energie: Das produzierende Gewerbe schwächelt. Saisonbereinigt ging die Produktion im Dezember um 1,2 Prozent zurück. Damit liegt Deutschland im weltweiten Trend.

FrankfurtDie Produktion des produzierenden Gewerbes in Deutschland ist im Dezember unerwartet den zweiten Monat in Folge gesunken. Dies signalisiert, dass die Abschwächung in wichtigen Exportmärkten die Aktivität in der Industrie bremst, auch wenn die Binnennachfrage stark ist.

Preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ging die Produktion gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent zurück, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Der Wert für November wurde auf ein Minus von 0,1 Prozent revidiert. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten für den volatilen Indikator im Dezember im Median einen Anstieg von 0,5 Prozent erwartet.

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„Weltweit erleben wir eine Schwäche im Industriesektor“, sagte Aline Schuiling, leitende Volkswirtin bei der ABN Amro Bank NV in Amsterdam vor der Datenveröffentlichung. Deutschland sei auch von den Geschehnissen in den Schwellenländern vergleichsweise stark betroffen.

Sowohl in der Industrie (-1,1 Prozent) als auch beim Bau (-0,2 Prozent) und insbesondere im Bereich der Energieerzeugung (-3,0 Prozent) kam es zu Rückgängen, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Die Produktion von Konsumgütern sank um 1,4 Prozent.

„Zum Jahresende 2015 durchlief die Industrieproduktion eine Durststrecke. Angesichts der verbesserten Auftragseingänge im Jahresschlussquartal dürften die Unternehmen ihre Produktion zu Jahresbeginn wieder etwas ausweiten“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Separat teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die deutschen Gesamtexporte im Dezember um 1,6 Prozent rückläufig waren. Die Importe gingen gegenüber dem Vormonat ebenfalls um 1,6 Prozent zurück.

Quellle:  Handelsblatt Online
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