Krisentreffen beim Sparkassenvorband: Ist Präsident Fahrenschon noch zu halten?

Krisentreffen beim Sparkassenvorband: Ist Präsident Fahrenschon noch zu halten?

, aktualisiert 12. November 2017, 11:56 Uhr
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Der Präsident des Sparkassenverbandes bestreitet die Vorwürfe der Steuerhinterziehung.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach den Ermittlungen wegen des Verdachtes auf Steuerhinterziehung steigt der Druck auf Sparkassenpräsident Fahrenschon. Der Verband hat nun offenbar ein Krisentreffen in der kommenden Woche einberufen.

BerlinFür den amtierenden Präsident des Sparkassenverbands DSGV wird es immer enger: Einem Zeitungsbericht zufolge hat der Sparkassenverband für Dienstag ein Krisentreffen anberaumt. Hintergrund sei die Steueraffäre von Präsident Georg Fahrenschon, berichtete die "Bild am Sonntag". Bei dem Treffen könnte das Aus von Präsident Fahrenschon besiegelt werden, hieß es unter Berufung auf Sparkassen-Kreise.

Wäre alles nach Plan gelaufen, wäre Fahrenschon bereits am Mittwoch für eine zweite Amtszeit Jahre als Präsident des DSGV wiedergewählt worden. Doch der Sparkassenverband hat die Wiederwahl von Fahrenschon angesichts der Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung kurzfristig verschoben.

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Am Dienstag hat die Staatsanwaltschaft München beim zuständigen Amtsgericht einen Strafbefehl wegen Verdachtes auf Steuerhinterziehung gegen Fahrenschon beantragt. Der ehemalige bayerische Finanzminister räumte zwar ein, seine Steuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 verspätet, nämlich erst im vergangenen Jahr, beim Finanzamt eingereicht zu haben. Eine Steuerhinterziehung aber streitet er ab.

Fahrenschon versucht zu retten, was zu retten ist. In einem Interview mit dem Handelsblatt und einer persönlichen Erklärung gegenüber den Vorständen der Sparkassen-Finanzgruppe räumte er Fehler ein. Er habe „eine Riesendummheit“ begangen. Er habe seine privaten Einkommens- und Umsatzsteuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 deutlich verspätet beim Finanzamt München abgegeben. Das sei natürlich kritikwürdig, aber keine Straftat. Deswegen habe er den Strafbefehl nicht akzeptiert, sondern bittet das Amtsgericht um eine vollständige und gerechte Bewertung des Sachverhalts.

Fahrenschon würde gern Präsident des DSGV mit seinen rund 390 Kreissparkassen bleiben. Bei den Vorständen warb er vor wenigen Tagen: „Ich würde gern weiterhin daran arbeiten, Ihr Vertrauen zu rechtfertigen.“ Ob er die Gelegenheit dazu bekommt, bleibt vorerst fraglich.

Quelle:  Handelsblatt Online
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