Landwirtschaft : Milchpreise erreichen Rekordtief

Landwirtschaft : Milchpreise erreichen Rekordtief

, aktualisiert 17. Mai 2016, 07:41 Uhr
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Wegen eines Überangebots sind aktuell die Milchpreise in ganz Europa im Keller.

Quelle:Handelsblatt Online

Innerhalb weniger Wochen ist der Milchpreis für Bauern um weitere 30 Prozent gesunken. Er liegt jetzt für einige Bauern erstmals unter 20 Cent pro Liter - halb so viel wie die Bauern benötigen, um ihre Kosten zu decken.

BerlinDeutschland stürzt in eine Milchkrise. Der Milchpreis für Bauern ist nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erstmals unter 20 Cent pro Liter gefallen. Wie das Blatt berichtete, ist der Preis, den Landwirte von den Molkereien erhalten, damit innerhalb weniger Wochen um weitere 30 Prozent gesunken.

Preisverhandlungen zwischen Molkereien und Landwirten hätten in manchen Regionen Auszahlungspreise von 19 oder 18 Cent ergeben. Um kostendeckend wirtschaften zu können, bräuchten die rund 75 000 Milchbauern in Deutschland einen Erzeugerpreis von etwa 40 Cent pro Liter.

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Die Milchpreise sind derzeit in ganz Europa im Keller, weil es am Markt ein massives Überangebot gibt. Discounter senkten beispielsweise die Preise für einen Liter frische Vollmilch von 59 auf 46 Cent – ein Preisabschlag von fast 25 Prozent. Begründet wurde die Preissenkung mit dem Überangebot auf dem weltweiten Milchmarkt. Zu den Gründen des Preisverfalls zählen das Auslaufen der Milchquote in der EU vor gut einem Jahr, das Embargo Russlands und eine schwächere Nachfrage aus China.

Die Bundesregierung will deshalb den Landwirten mit einem mindestens zweistelligen Millionenbetrag helfen, über den Ende des Monats bei einem Milchgipfel gesprochen werden soll. Aus dem Agrarministerium hieß es zuletzt, dass Hilfszahlungen von 60 bis 100 Millionen Euro möglich seien.

Quelle:  Handelsblatt Online
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