Langsame Technik, alte Geräte: So teuer sind Zeitfresser im Büro

Langsame Technik, alte Geräte: So teuer sind Zeitfresser im Büro

, aktualisiert 19. Oktober 2016, 13:01 Uhr
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Kaputte und veraltete Geräte im Büro können sehr frustrierend sein – und kosten die Wirtschaft viel Geld.

von Carina KontioQuelle:Handelsblatt Online

Fiese Zeitfresser: Deutsche Büro-Angestellte verlieren im Jahr 20 Arbeitstage durch langsame und veraltete Technik. Der Schaden für die Wirtschaft ist immens - es gibt aber auch noch eine andere Gefahr für Mitarbeiter.

KölnIm Idealfall unterstützt die technische Ausstattung im Büro den Angestellten darin, seine Aufgaben schneller und effizienter abzuarbeiten. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Deutsche Büroarbeiter verlieren jedes Jahr mehrere wertvolle Arbeitstage dadurch, dass sie sich mit fehlerhafter, langsamer oder komplizierter Technik auseinandersetzen müssen. Dies ergab eine Studie von Sharp Business Systems, ein Dienstleister für Büroausstattung, in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Censuswide.

Laut der Studie, die unter 6.045 Bürokräften in neun Ländern Europas durchgeführt wurde, zählt die technische Ausstattung zu den größten Zeitfressern im Büro. Demnach verlieren deutsche Büroangestellte jährlich fast 10.000 Minuten oder 20 Arbeitstage pro Jahr, weil die technische Ausstattung im Büro sie aufhält, anstatt ihre Arbeit zu beschleunigen.

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So verbringen Bürokräfte pro Tag durchschnittlich 22 Minuten damit, im Netzwerk ihres Unternehmens nach schwer auffindbaren Dokumenten und Bildern zu suchen. Acht Minuten vergehen damit, das Hochfahren und Aufwärmen von Druckern abzuwarten. Weitere neun Minuten dauert das Ausdrucken von Dokumenten. Insgesamt müssen Büroangestellte in Deutschland rund 38 Minuten ihres Arbeitstages ungenutzt verstreichen lassen.

Gründe: Chaotische Ablage und Unsicherheit in der Bedienung

Diese Zeitverschwendung hat laut Sharp Business Systems verschiedene Ursachen. Für deutsche Angestellte ist eine unübersichtliche Dokumentenablage das gravierendste Problem: 31 Prozent der Befragten geben an, dass sie Zeit verlieren, weil Dokumente nicht leicht aufzufinden oder zu teilen sind. 25 Prozent klagen über veraltete Technologien, die ihnen ein effizientes Arbeiten erschweren.


Folgen: Sinkende Motivation und Loyalität

Viel Zeit vergeht auch damit, dass Kollegen versuchen, sich untereinander zu helfen. So geben 25 Prozent der Befragten an, ihre Kollegen gelegentlich beim Bedienen von Druckern und Scannern zu unterstützen. 23 Prozent coachen ihre Kollegen in der Bedienung der Video-Konferenz-Technologie. Immerhin 21 Prozent der Bürokräfte geben zu, dass sie selbst nicht wissen, wie die Geräte funktionieren.

Die Verzögerung durch technische Probleme wirkt sich nicht nur auf die Effizienz der Mitarbeiter aus – sie hat auch einen bedeutenden Einfluss auf deren Zufriedenheit mit ihrem Job. So geben 52 Prozent der Befragten an, dass sie mit aktuellerer Technik produktiver wären. 42 Prozent sind sich sicher, dass ihre Motivation steigen würde und 16 Prozent vermuten sogar, dass sie sich ihrem Arbeitgeber stärker verbunden fühlen und sie die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle einstellen würden.
„Durch veraltete, fehlerhafte und komplizierte Technik riskieren Unternehmen verlangsamte Arbeitsprozesse, Einbußen im Gewinn und sogar den Verlust wertvoller Mitarbeiter“, kommentiert Alexander Hermann von Sharp. „Für sie ist es an der Zeit zu erkennen, wie wichtig aktuelle und smarte Technologien sind, die zu den sich stetig weiterentwickelnden Anforderungen der Mitarbeiter passen. Mit der richtigen Technik steigt nicht nur die Effizienz der Teams. Sie erhöht auch den Spaß an der Arbeit und die Attraktivität des Arbeitgebers.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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