Libor-Skandal: Sechs Banken vor Einigung in der Schweiz

Libor-Skandal: Sechs Banken vor Einigung in der Schweiz

, aktualisiert 22. Januar 2016, 18:33 Uhr
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Die Behörden hatten 2012 eine Untersuchung gegen die Schweizer Großbanken UBS, Credit Suisse und weitere zehn internationale Institute wie die Deutsche Bank eingeleitet.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Zuge der Libor-Affäre haben zahlreiche Großbanken in den USA, Großbritannien und der EU Milliardenstrafen gezahlt. Auch in der Schweiz könnten nun Strafzahlungen drohen. Das Verfahrens steht wohl vor dem Abschluss.

ZürichDas Schweizer Verfahren gegen ein Dutzend Großbanken wegen möglicher Zinsmanipulationen steht offenbar vor dem Abschluss. Die Wettbewerbskommission sei mit mindestens sechs Banken in Gesprächen über eine Einigung, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag. Namen nannte sie nicht. Die Behörden hatten 2012 eine Untersuchung gegen die Schweizer Großbanken UBS, Credit Suisse und weitere zehn internationale Institute wie die Deutsche Bank eingeleitet. Sie gehen dem Verdacht nach, dass die Banken bei Referenzzinssätzen wie dem Libor getrickst haben. An solchen Zinssätzen, die von den Banken tagesaktuell ermittelt werden, hängen Geschäfte in Milliardenhöhe.

Dem Bericht zufolge strebt die Wettbewerbskommission eine einvernehmliche Lösung mit den Banken an. Sie wolle den Fall bis zum Sommer abschließen. Die Behörde wolle den Fall im laufenden Jahr zum Abschluss bringen, sagte Weko-Vizedirektor Olivier Schaller. Zu Details wollte er sich aber nicht äußern. Auch UBS, Credit Suisse, Deutsche Bank und HSBC lehnten eine Stellungnahme ab.

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Wegen Zinsmanipulationen hatten zahlreiche Großbanken in den USA, Großbritannien und der Europäischen Union bereits Milliardenstrafen gezahlt. Auch in der Schweiz könnten nun Strafzahlungen drohen.

Die Schweizer Behörden ermitteln auch gegen Citigroup, HSBC, JP Morgan, die Royal Bank of Scotland, Societe Generale, die niederländische Rabobank, sowie die Bank of Tokyo-Mitsubishi, Mizuho Financial und die Sumitomo Mitsui Banking Corporation.

Quellle:  Handelsblatt Online
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