Linde, Bayer, Monsanto und Co.: Morgan Stanley ist Top-Fusionsberater

Linde, Bayer, Monsanto und Co.: Morgan Stanley ist Top-Fusionsberater

, aktualisiert 04. Januar 2017, 14:26 Uhr
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Das US-Institut führt die Rangliste der erfolgreichsten Investmentbanken in Deutschland an.

Quelle:Handelsblatt Online

Das vergangene Jahr war von Fusionen und Übernahmen geprägt. Der erfolgreichste Fusionsberater heißt Morgan Stanley: Vor allem durch die Beratung von Bayer und Linde erzielte die US-Bank den ersten Platz.

Frankfurt Bayer und Linde haben im vergangenen Jahr kräftig am globalen Fusionskarussell mitgedreht. Die Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch den Leverkusener Konzern war mit knapp 64 Milliarden Dollar (61 Milliarden Euro) die zweitgrößte des Jahres hinter AT&T /Time Warner (108 Milliarden Dollar).

Die „Fusion unter Gleichen“ zwischen Linde und Praxair schob sich mit einem Volumen von 42,7 Milliarden Dollar kurz vor Weihnachten noch in die Top acht, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Rangliste von Thomson Reuters hervorgeht. Sieben der größten zehn Übernahmen des Jahres wurden im vierten Quartal angekündigt. Auf Platz fünf findet sich die schweizerische Syngenta, deren Übernahme durch ChemChina aber immer noch eine Hängepartie ist.

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Weltweit wurden 2016 Fusionen und Übernahmen im Wert von 3,7 Billionen Dollar angekündigt, 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Volumen mit deutscher Beteiligung hat sich dank der beiden Mega-Deals und anderer Milliarden-Transaktionen wie des geplanten Kaufs der Londoner LSE durch die Deutsche Börse gegen den Trend auf 259 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.

Im Endspurt zog der Linde-Berater Morgan Stanley in der Rangliste der erfolgreichsten Investmentbanken in Deutschland noch an Bank of America Merrill Lynch vorbei. Morgan Stanley, ein Jahr zuvor nur Fünfter, ist auch als Berater von Monsanto aktiv und mischte bei Fusionen mit deutscher Beteiligung im Volumen von fast 140 Milliarden Dollar mit. Den zweiten Platz in Deutschland behauptete Merrill Lynch nur knapp vor dem Praxair-Berater Credit Suisse. Vorjahressieger JPMorgan stürzte auf Platz acht ab, nachdem sich einige Transaktionen wieder zerschlugen oder die Investmentbanker in Bieterwettstreiten auf der unterlegenen Seite standen.

Für die Deutsche Bank reichte es am heimischen Markt nur zum neunten Platz, global landete sie auf Platz zehn. Seit 2012 hat der deutsche Branchenprimus jedes Jahr einen Rang verloren. Goldman Sachs behauptet inzwischen seit sechs Jahren die weltweite Spitzenposition, vor Morgan Stanley und JPMorgan. Die US-Investmentbank hatte im vergangenen Jahr bei 358 Transaktionen im Volumen von fast einer Billion Dollar die Finger im Spiel.

Quelle:  Handelsblatt Online
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