Liveblog aus London: Der Tag der Brexit-Entscheidung

Liveblog aus London: Der Tag der Brexit-Entscheidung

, aktualisiert 23. Juni 2016, 01:36 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Bis 23 Uhr deutscher Zeit sind die Wahllokale geöffnet. Die Briten entscheiden über den möglichen Ausstieg aus der Europäischen Union. Der Ausgang bleibt ungewiss, die Demoskopen sind uneinig. Das Liveblog aus London.

LondonBis zum Wochenende erscheint das Handelsblatt aus London. Dutzende Reporter sind für Sie im Land und in der britischen Hauptstadt unterwegs - Eindrücke halten sie auch bei Twitter fest (#HandelsblattUK). Auch Sie können bei zahlreichen Veranstaltungen dabei sein. Die Ergebnisse der Auszählung werden Sie hier live von Wahlbezirk zu Wahlbezirk verfolgen können.

+++ Nach wie vor unklarer Ausgang des Referendums +++
Am Mittwoch und in den Donnerstagsausgaben von Zeitungen veröffentlichten Umfragen zeichnen ein uneinheitliches Bild: Das Meinungsforschungsinstitut Opinium spricht von 45 Prozent für das Brexit-Lager, 44 Prozent für das Bleiben-Lager (der Rest unentschlossen). Laut YouGov wird "Remain" mit 51 zu 49 Prozent vorne liegen, bei ComRes lautet das Stimmungsbild 48 Prozent gegen den Brexit, 42 Prozent dafür, der Rest unentschlossen.

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+++ Finanzbranche mit Forderungen für Brexit-Fall +++
Der britische Finanzbranchenverband TheCityUK hat nach Angaben des "Daily Telegraph" einen Forderungskatalog für den Fall eines Brexit erstellt. Die Politik wird demnach darin aufgerufen, für eine sanfte Übergangsphase zu sorgen. Grenzen sollen zudem geöffnet und eine Öffentlichkeitskampagne gestartet werden, die Großbritanniens Ruf als Finanzzentrum dann außerhalb der EU stütze, berichtet die Zeitung unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen.

+++ EU-Austritt schlecht für die Kreditwürdigkeit +++
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) würde Großbritannien im Falle eines Austritts aus der Europäischen Union die Spitzen-Bonitätsnote "AAA" entziehen. Sollte das Land sich für einen Brexit entscheiden, "dann wäre das 'AAA'-Kreditrating fällig und würde innerhalb kurzer Zeit danach zurückgestuft werden", zitiert "Bild" in einem Vorabbericht den S&P-Chef-Strategen für die Länder-Ratings, Moritz Kraemer. Die politische Lage im Land wäre bei einem Brexit weniger vorhersehbar, sagt er.

Quelle:  Handelsblatt Online
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