Liveblog – Tagung „Banken im Umbruch“: Die Finanzwelt unter Druck

Liveblog – Tagung „Banken im Umbruch“: Die Finanzwelt unter Druck

, aktualisiert 31. August 2016, 08:47 Uhr
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Hinter den Banken liegt ein bislang schwieriges Jahr. Die Herausforderungen bleiben.

von Matthias Streit, Daniel Schäfer und Michael MaischQuelle:Handelsblatt Online

Nach einem bislang harten Jahr stellen sich die Banken und ihre Chefs der Diskussion auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“. Die Aktienkurse zeigen: Sie brauchen dringend das Vertrauen von Kunden und Investoren.

Frankfurt am MainDas „Who is Who“ der europäischen Finanzszene trifft sich heute und morgen auf der Handelsblatt Jahrestagung „Banken im Umbruch“. Die Tagung beginnt am Mittwochmorgen mit einer Rede von Deutsche-Bank-Chef John Cryan. Der Brite mit dem wohl schwierigsten Job in der deutschen Bankenwelt wird über die Chancen europäischer Banken im globalen Wettbewerb sprechen und sich darauf den Fragen von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart stellen.

+++ Live-Stream startet in Kürze +++

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Mit Beginn der Veranstaltung um etwa neun Uhr startet auch der Livestream der Auftaktreden.

+++ Banken-Prominenz wartet auf +++

Europas Banken stehen unter Druck. Eingebrochene Aktienkurse, strenge Kapitalvorgaben und als wäre das nicht schon genug, drückt auch das anhaltende Niedrigzinsumfeld auf die Margen. Nicht zu vergessen sind natürlich die Fintechs, die mit neuen, digitalen Geschäftsmodellen jene der traditionellen Banken zu untergraben drohen. Die Handelsblatt Jahrestagung „Banken im Umbruch“ beginnt in diesem Jahr zwar bereits in seine 21. Ausgabe. Selten waren die Herausforderungen der Branche jedoch dringlicher als dieser Tage.

Umso wichtiger ist es den Bankenchefs, ihre Botschaft loszuwerden. Auf der diesjährigen Tagung warten neben Deutsche-Bank-Chef John Cryan, Commerzbank-Chef Martin Zielke oder BaFin-Präsident Felix Hufeld auch die Chefs und Vorstände großer internationaler Finanzinstitute auf wie UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber, der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau oder Blackrock Deutschland-Chairman Friedrich Merz.

+++ Rohner will Credit Suisse Verwaltungsratschef bleiben +++

Der offizielle Startschuss für Banken im Umbruch ist noch gar nicht gefallen, da gibt es schon die erste große News: Der Verwaltungsratschef der Credit Suisse, Urs Rohner, will auch nach dem Ende des derzeitigen Umbaus der Großbank im Amt bleiben. „Ich mache diesen Job mit vollem Einsatz und werde das gerne auch weiterhin tun“, sagte der 56 Jahre alte Topbanker im Interview mit dem Handelsblatt.

Auf die Frage, ob er auch nach dem Ende der bis 2018 angelegten Strategie an der Spitze des Verwaltungsrats bleiben wolle, antwortete Rohner: „Mit der Unterstützung der Aktionäre selbstverständlich.“

Der Jurist und einstige ProSiebenSat1-Chef steht seit fünf Jahren dem Kontroll- und Leitungsgremium der Bank vor. Wie in der Schweiz üblich, wird Rohners Vertrag jährlich von den Aktionären auf der Generalversammlung verlängert.
Rohner galt zeitweise als stark angeschlagen und wurde öffentlich hart kritisiert, weil die Credit Suisse das nur noch wenig lukrative Investmentbanking erst sehr spät zurechtgestutzt hatte und die Strategie des neuen Vorstandschefs Tidjane Thiam viele Aktionäre nicht überzeugte. Auch war ihm vorgeworfen worden, zu lange an Thiams Vorgänger Brady Dougan festgehalten zu haben.

Rohner räumte im Interview Fehler ein, verteidigte aber den jetzigen Kurs der Bank: „Wir haben eine gemeinsame Strategie entwickelt, die wir uns sehr gut überlegt haben und von der wir überzeugt sind, dass sie richtig ist“, sagte er. „Und unsere großen Investoren stehen hinter dieser Ausrichtung.“

+++ Deutsch Bank-Chef Cryan kritisiert Verunsicherung durch Regulierung +++

Jüngst hatte Deutsche-Bank-Chef John Cryan in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt einen Fünf-Punkte-Plan für die Banken gefordert. Dabei nahm er nicht nur die Banken selbst in die Pflicht, sondern geißelte ebenso die Regulierung. „Allein die Diskussion über höhere Kapitalpuffer verunsichern die Investoren schon heute“, kritisierte Cryan.

Auch von der Geldpolitik zeigte sich der Deutsche Bank-Chef enttäuscht. Diese wirke inzwischen den Zielen entgegen, die Wirtschaft zu stärken und das europäische Bankensystem sicherer zu machen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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