Liveblog zur Frankreich-Wahl: Wahlbeteiligung bei rund 80 Prozent

Liveblog zur Frankreich-Wahl: Wahlbeteiligung bei rund 80 Prozent

, aktualisiert 23. April 2017, 18:36 Uhr
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Wie hier in einem Wahllokal im nordfranzösischen Henin-Beaumont fand die Abstimmung landesweit unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich gilt als Richtungsentscheidung für ganz Europa. Die letzten Wahllokale schließen um 20 Uhr. Wer schafft es in die Stichwahl? Die wichtigsten Ereignisse im Liveblog.

Paris/DüsseldorfUnter scharfen Sicherheitsvorkehrungen wählt Frankreich an diesem Sonntag einen neuen Präsidenten. Rund 57.000 Polizisten und Soldaten sichern die Wahl ab, die drei Tage nach dem jüngsten Anschlag in Paris stattfindet. Verfolgen Sie Ereignisse, Prognosen und Ergebnisse im Liveblog.

  • Begleitet wird die Wahl von scharfen Sicherheitsvorkehrungen.
  • Institute sehen Wahlbeteiligung bei etwa 80 Prozent .
  • Macron liegt laut einer vom belgischen Rundfunk zitierten Umfrage knapp vorn.
  • Schweizer Notenbank bereitet sich auf Franken-Abwertung vor.

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+++ Wahlbeteiligung bei rund 80 Prozent +++
Nach Schätzungen der Meinungsforscher von Ifop-Fiducial und Harris Interactive dürften sich rund 20 Prozent der Wahlberechtigten nicht an der Abstimmung beteiligt haben. Damit würde die Wahlbeteiligung in etwa wie 2012 bei rund 80 Prozent liegen.

+++ Belgischer Rundfunk: Macron vor Le Pen +++
Der Mitte-Links-Kandidat Emmanuel Macron hat laut einer vom belgischen Rundfunk zitierten Umfrage bis zum Mittag knapp vorn gelegen. In einer Nachwahlbefragung habe Macron 24 Prozent erreicht, dicht gefolgt von der Rechtspopulistin Marine Le Pen mit 22 Prozent, berichtete der Sender RTBF. Der Konservative François Fillon kam auf 20,5 Prozent, der Linksaußen-Kandidat Mélenchon auf 18 Prozent. Die Zahlen sind mit großer Vorsicht zu sehen: Der Sender sagte nicht, wo oder von welchem Institut die Umfrage durchgeführt wurde oder wie viele Personen befragt wurden. Damit ist auch unklar, ob sie repräsentativ ist.

+++ Hollande ruft zur Stimmabgabe auf +++
Der scheidende französische Präsident François Hollande hat die Bevölkerung zu einer regen Teilnahme an der Präsidentenwahl aufgerufen. Die beste Botschaft dieser Wahl sei „zu zeigen, dass die Demokratie stärker ist als alles“, indem man sich an der Abstimmung beteilige. Die für die Wahl ergriffenen scharfen Sicherheitsvorkehrungen gewährleisteten, dass die Franzosen ihr Grundrecht ausüben könnten, über ihre Zukunft zu entscheiden, sagte Hollande am Sonntag.

+++ Schweizer Notenbank bereitet sich auf Franken-Abwertung vor +++
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist nach den Worten ihres Präsidenten Thomas Jordan darauf vorbereitet, einem Aufwertungsdruck des Franken nach der Präsidentenwahl in Frankreich etwas entgegenzusetzen. Die Bank sei bereit, dazu die vorhandenen Instrumente zu nutzen, sagte der SNB-Chef am Samstag der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wir hoffen, dass ein vernünftiger Kandidat gewinnt, jemand der für freie Märkte ist. Aber wir können nicht ausschließen, dass es mehr Druck auf den Schweizer Franken geben wird.“

+++ Wahllokal in Besançon vorübergehend geräumt +++
In der ostfranzösischen Stadt Besançon ist ein Wahllokal aus Sicherheitsgründen vorübergehend evakuiert worden. Ein in der Nähe geparktes verdächtiges Fahrzeug wurde von Sprengstoffexperten untersucht, wie ein Sprecher des Innenministeriums der Nachrichtenagentur AP am Sonntag sagte. Nachdem die Experten Grünes Licht gaben, wurde das Wahllokal wieder geöffnet.

+++ Zehntausende Franzosen wählen in Großbritannien +++
Zehntausende Franzosen haben sich von Großbritannien aus an der ersten Runde ihrer Präsidentenwahl beteiligt. Besonders lang waren am Sonntag die Schlangen vor den 25 Wahllokalen in einer französischen Schule in London. Die Organisatoren rechneten dort mit insgesamt 50 000 Menschen. Polizisten sicherten das Areal ab.

Landesweit wurden 70 Wahllokale eingerichtet, darunter in Birmingham, Leeds und Edinburgh. Viele EU-Ausländer im Vereinigten Königreich sind verunsichert, da ihre Rechte nach dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union noch nicht geklärt sind.

+++ Der Ablauf der Wahl +++
Der französische Präsident wird direkt vom Volk gewählt und benötigt die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Da im ersten Wahlgang keiner der elf Kandidaten mehr als 50 Prozent bekommen dürfte, ist am 7. Mai eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen geplant. Rund 47 Millionen Wahlberechtigte können abstimmen. Die Wahllokale sind von 8 bis 19 Uhr, in großen Städten bis 20 Uhr geöffnet. Aufgrund der Zeitverschiebung wurde in einem Teil der französischen Überseegebiete und einigen Auslandsvertretungen schon am Samstag abgestimmt. In Frankreich werden um 20 Uhr erste Hochrechnungen veröffentlicht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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