Londoner Börse: LSE vor Fusion mit Deutscher Börse mit Umsatzzuwachs

Londoner Börse: LSE vor Fusion mit Deutscher Börse mit Umsatzzuwachs

, aktualisiert 27. April 2016, 16:01 Uhr
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Auf der Hauptversammlung am warb die LSE erneut für einen Zusammenschluss mit der Deutschen Börse.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Londoner Börse wirbt auf ihrer Hauptversammlung mit starken Zahlen für einen Zusammenschluss mit ihrem deutschen Pendant. Allerdings arbeiten US-Konkurrenten daran, die Fusion noch zu verhindern.

LondonDie Londoner Börse LSE glänzt vor der geplanten Fusion mit der Deutschen Börse mit einem unerwartet starken Umsatzzuwachs. Die Einnahmen seien im ersten Quartal um acht Prozent auf 359 Millionen Pfund (463 Millionen Euro) gestiegen, teilte die London Stock Exchange (LSE) am Mittwoch mit. Im Kapitalmarktgeschäft (FTSE Russell), das Gebühren von Unternehmen für deren Börsennotiz und für den Handel mit Aktien und Anleihen kassiert, gab es ein Plus von acht Prozent. Mit der Abwicklung von Wertpapiergeschäften bei LCH.Clearnet wurden 14 Prozent mehr eingenommen. Informationen und Dienstleistungen brachten der LSE zehn Prozent mehr ein.
Auf der Hauptversammlung am Mittwoch warb die LSE erneut für einen Zusammenschluss mit der Deutschen Börse. Darin stecke eine „überzeugende Logik“. Er biete die Gelegenheit für langfristiges Wachstum, weil der entstehende Börsenbetreiber auf mehr und robustere Erlösströme bauen könne, sagte LSE-Verwaltungsratschef Donald Brydon. Zudem soll die Fusion Kostensenkungen bringen. Der neue Branchenriese wäre nach eigenen Angaben weltweit die Nummer eins vor den US-Rivalen ICE, Nasdaq und CME. Zur LSE gehört auch die Borsa Italiana in Mailand.


LSE und Deutsche Börse hatten ihre Pläne für die rund 25 Milliarden Euro schwere Fusion im März öffentlich gemacht. Es ist allerdings noch ein langer Weg, bis diese perfekt ist. Wettbewerbshüter, Politik und Aufsichtsbehörden müssen noch überzeugt werden. Zusätzliche Unsicherheit bringt die Abstimmung über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union im Juni. Vor allem für diesen Fall sehen Banker und andere Marktteilnehmer in Deutschland es skeptisch, dass der Sitz der gemeinsamen Börsen-Holding in London angesiedelt werden soll. US-Konkurrenten wie die ICE und CME prüfen derweil, ob sie ein Gegenangebot für die LSE vorlegen.
Die Geschäftszahlen der Deutschen Börse für das erste Quartal werden für Mittwochabend erwartet. Von Reuters befragte Analysten gehen hier von einem Anstieg der Erlöse um 6,2 Prozent aus. Der Gewinn dürfte allerdings um 7,2 Prozent auf 206 Millionen Euro zurückgehen.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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