Macron und Le Pen: Das Ende des Wahlkampfs

Macron und Le Pen: Das Ende des Wahlkampfs

, aktualisiert 05. Mai 2017, 01:33 Uhr
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Marine Le Pen auf Stimmenfang: Die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin bei ihrer Kundgebung im Norden Frankreichs.

Quelle:Handelsblatt Online

Zum letzten Mal vor der Stichwahl am Sonntag haben die französischen Präsidentschaftskandidaten Kundgebungen abgehalten. Erneut griffen sich Le Pen und Macron dabei gegenseitig an – und warben um Stimmen.

ParisDie beiden französischen Präsidentschaftskandidaten, Emmanuel Macron und Marine Le Pen, haben bei ihren letzten Kundgebungen vor der Stichwahl am Sonntag noch einmal um Stimmen geworben. Le Pen rief am Donnerstag Tausende Anhänger in dem Ort Ennemain auf, ihr „Rendezvous mit der Geschichte“ wahrzunehmen und erntete dafür frenetischen Jubel.

Die Rechtspopulistin stellte sich bei ihrer Kundgebung als „Stimme des Volkes“ dar. Macron hingegen würde nur den Status quo verlängern. Aus der Menge tönten ihr „Wir lieben dich, Marine“-Rufe entgegen.

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Unterdessen scheint sich ihre Partei, der Front National, bereits auf eine Niederlage einzustellen. Le Pens Nichte und Parteigenossin Marion Marechal-Le Pen sagte der Website Boursorama am Donnerstag, ein Stimmanteil von 40 Prozent bei der Stichwahl wäre ein enormer Sieg und eine gute Ausgangslage für die französische Parlamentswahl im Juni. Ein Gewinn sei aber noch nicht ausgeschlossen, betonte sie.

Macron wiederum stellte sich am Donnerstag als Kandidat der Hoffnung und der Zukunft dar und verurteilte das „autoritäre, antieuropäische, nationalistische Projekt“ Le Pens. Bei seiner Abschlusskundgebung in Albi, im Südwesten Frankreichs, versprach Macron, das Land zu stärken und eine effizientere und fairere Gesellschaft zu schaffen. Er rief jene Wähler auf, die in der ersten Runde für den Sozialisten Benoît Hamon, den Linken Jean-Luc Mélenchon oder für den Konservativen François Fillon gestimmt hatten, sich in der Stichwahl für ihn und gegen Le Pen zu entscheiden.

Einem französischen TV-Sender gegenüber erklärte Macron, er sei Opfer einer Online-Kampagne geworden, die Lügen über seine Finanzen verbreite. Le Pen hatte die Meldungen am Vorabend in einer TV-Debatte aufgegriffen.

"Ich will Fake News stoppen", sagte Macron am Donnerstag. "Sie verschmutzen und zersetzen die politische Debatte." Einem Sprecher der Pariser Staatsanwaltschaft zufolge hatte Macron zuvor bereits rechtliche Schritte gegen die umstrittenen Berichte eingeleitet.

Macron hatte die erste Runde der Wahl vor Le Pen vor knapp zwei Wochen gewonnen. Die beiden hatten sich dadurch für die Stichwahl am Sonntag qualifiziert. Umfragen sehen Macron vorn und auch bei einem TV-Duell am Mittwochabend werteten die meisten Beobachter den sozialliberalen Macron als Sieger.

Quelle:  Handelsblatt Online
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