Malaysia Airlines: Fluggesellschaft erzielt ersten Monatsgewinn seit Jahren

Malaysia Airlines: Fluggesellschaft erzielt ersten Monatsgewinn seit Jahren

, aktualisiert 06. April 2016, 18:29 Uhr
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Müller war vom Hauptaktionär der Fluglinie, dem malaysischen Staatsfonds Khazanah, 2015 für die Sanierung der Gesellschaft angeheuert worden.

Quelle:Handelsblatt Online

Malaysia Airlines hat in kurzer Zeit gleich zwei Flugkatastrophen verkraften müssen. Unter der Regie des deutschen Managers Christoph Müller durchläuft das Unternehmen eine Sanierung – und kann erste Erfolge verbuchen.

Kuala LumpurDie 2014 von zwei Flugkatastrophen heimgesuchte Fluggesellschaft Malaysia Airlines hat im Februar den ersten Monatsgewinn seit Jahren verbucht. Für das Geschäftsjahr 2018 strebe die Fluglinie die Rückkehr in die Gewinnzone an, sagte der aus Deutschland stammende Unternehmenschef Christoph Müller am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP. Zu dem positiven Monatsergebnis hätten gestiegene Einnahmen und geringe Treibstoffkosten beigetragen. Unter Müllers Regie durchläuft die Airline seit 2015 einen Sanierungskurs.

Die Reputation von Malaysia Airlines hatte 2014 zunächst mit dem Verschwinden von Flug MH370 im März mit 239 Menschen an Bord und dem Abschuss von Flug MH17 im Juli über der umkämpften Ostukraine mit 298 Toten gelitten. Doch bereits vor diesen einschneidenden Ereignissen hatte Fluglinie wegen Managementfehlern Verluste geschrieben.

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Müller war vom Hauptaktionär der Fluglinie, dem malaysischen Staatsfonds Khazanah, 2015 für die Sanierung der Gesellschaft angeheuert worden. Die Restrukturierung umfasste den Abbau von 6000 Stellen und den Wegfall unrentabler Strecken. Die Rückkehr in die Gewinnzone sei nach dem Verlust von 551 Millionen Dollar im vergangenen Jahr eine gute Nachricht, sagte Müller. „Auch wenn es nur für einen Monat ist, bedeutet dies doch, dass sich die Kluft zwischen den Einnahmen und den Kosten bedeutenden verkleinert hat (...).“

Der frühere Manager von Lufthansa und dem Touristikkonzern TUI hatte zuletzt die irische Fluglinie Aer Lingus erfolgreich saniert, bevor er zu Malaysia Airlines wechselte. Die im Dezember eingegangene Flugallianz mit Golf-Linie Emirates habe sich für beide Seiten als gewinnnbringend herausgestellt, sagte er AP weiter. Damit habe Malaysia Airlines mindestens 70 Flugziele dazugewonnen und könne sich jetzt auf den attraktiven Markt Asien konzentrieren. Wachsen wolle man, sobald die Airline wieder Gewinne schreibe.

Zu dem Verschwinden von Flug MH370, der sich auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking befand, sagte er, es wäre schlecht, wenn das Schicksal der Maschine ein Mysterium bleibe. „Ein für immer verschwundenes Flugzeug ist sicher eine schwere Bürde für die Luftfahrtbranche als Ganzes.“ Bisher wurde von der Boeing 777 lediglich auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean ein Flügelteil angeschwemmt, das nachweislich zur Maschine gehört.

Quelle:  Handelsblatt Online
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