Mario Draghi: Geldpolitischer Ausblick ist wirksames Instrument

Mario Draghi: Geldpolitischer Ausblick ist wirksames Instrument

, aktualisiert 14. November 2017, 13:10 Uhr
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„Warum ein geldpolitisches Instrument abschaffen, das sich als wirksam erwiesen hat?“, erklärte der EZB-Präsident.

Quelle:Handelsblatt Online

EZB-Präsident Mario Draghi bewertet den Einsatz des geldpolitischen Ausblicks als positiv. Er habe sich als wirksames Instrument erwiesen. Die EZB hatte dieses Kommunikationsinstrument erst vor vier Jahren eingeführt.

FrankfurtEZB-Präsident Mario Draghi hat eine positive Bilanz für den bisherigen Einsatz des geldpolitischen Ausblicks als Instrument gezogen. Dieser Ausblick – in der Fachwelt „Forward Guidance“ genannt – sei ein vollwertiges Instrument der Geldpolitik geworden, sagte Draghi am Dienstag auf einer von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgerichteten Konferenz in Frankfurt.

Bislang seien die Erfahrungen damit erfolgreich gewesen. „Warum ein geldpolitisches Instrument abschaffen, das sich als wirksam erwiesen hat?“, fügte er hinzu.

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Die EZB führte dieses Kommunikationsinstrument erst vor vier Jahren ein. So erklärte die Notenbank nach der Sitzung am 4. Juli 2013 plötzlich in ihrer Mitteilung zum Zinsbeschluss, dass der EZB-Rat erwarte, dass die Schlüsselzinsen für eine längere Zeit auf dem gegenwärtigen oder einem noch tieferen Niveau liegen werden.

Unter Draghis Vorgänger an der EZB-Spitze, Jean-Claude Trichet, hatte es noch stets geheißen, die Notenbank lege sich niemals im voraus fest („We never precommit“).

Quelle:  Handelsblatt Online
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