Martin Senn: Ex-Zurich-Chef nimmt sich das Leben

Martin Senn: Ex-Zurich-Chef nimmt sich das Leben

, aktualisiert 30. Mai 2016, 12:10 Uhr
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Der 59-Jährige hat sich das Leben genommen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der frühere Zurich-Chef Martin Senn hat Selbstmord begangen. Das bestätigte der Schweizer Versicherungskonzern am Montag. Mit Senn nimmt sich bereits der zweite hohe Zurich-Manager das Leben.

ZürichDer frühere Chef des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich, Martin Senn, hat sich das Leben genommen. Das teilte der Versicherungskonzern am Montag mit. „Die Familie von Martin Senn hat uns darüber informiert, dass Martin am letzten Freitag freiwillig aus dem Leben geschieden ist“, so Zurich. „Mit Martin verlieren wir nicht nur einen verdienstvollen ehemaligen CEO und wertvollen früheren Arbeitskollegen, sondern auch einen guten Freund“, erklärte das Unternehmen.

Zuvor hatte die Schweizer Zeitung „Blick“ über den Tod des 59-jährigen Ex-Konzernchefs berichtet. Der 59-jährige sei in seinem Feriendomizil in Klosters gefunden worden. Die Graubündner Kantonspolizei konnte Senns Tod zunächst nicht bestätigen und erklärte, am Freitag habe es einen Polizeieinsatz im Zusammenhang mit Senn gegeben.

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Senn war stand sechs Jahre lang an der Zurich-Spitze, ehe er Ende 2015 nach geschäftlichen Einbußen des Unternehmens seinen Rücktritt erklärte. Zuvor war die Übernahme des britischen Versicherers RSA durch Zurich geplatzt. Zudem verzeichnete der Allianz-Rivale für 2015 einen Gewinneinbruch um mehr als die Hälfte auf 1,8 Milliarden US-Dollar (seinerzeit 1,6 Milliarden Euro). Bis 2018 will der Konzern, der seit März vom ehemaligen Generali-Chef Mario Greco geführt wird, 8000 Stellen abbauen.

Es ist nicht der erste Selbstmord eines Managers im Hause Zurich. Bereits im August 2013 wurde der Versicherungskonzern vom Selbstmord seines Finanzchefs Pierre Wauthier erschüttert. In einem Abschiedsbrief hatte er dem damaligen Zurich-Präsidenten Josef Ackermann vorgeworfen, ein unerträgliches Arbeitsklima geschaffen zu haben. Ackermann nahm drei Tage danach seinen Hut als Präsident, wies zugleich aber eine Schuld an dem Selbstmord zurück.

Eine von Zurich durchgeführte Untersuchung kam zum Schluss, dass Wauthier nicht übermäßig unter Druck gesetzt wurde. Ackermann wurde zudem durch Untersuchungen der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) entlastet. Dabei seien „keine Hinweise auf ungebührlichen oder unangemessenen Druck auf Pierre Wauthier festgestellt“ worden, teilte der Konzern seinerzeit mit.

Quelle:  Handelsblatt Online
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