Medienbericht: Wirtschaftsweise erwarten für 2012 0,9 Prozent Wachstum

Medienbericht: Wirtschaftsweise erwarten für 2012 0,9 Prozent Wachstum

, aktualisiert 08. November 2011, 19:37 Uhr
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Container werden am Container Terminal Tollerort im Hafen Hamburg verladen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage rechnet 2012 mit 0,9 Prozent Wachstum. Das ist weniger als von der Bundesregierung vorhergesagt. Die Experten stellen am Mittwoch ihr Gutachten vor.

BerlinDie fünf Wirtschaftsweisen erwarten Medienberichten zufolge eine deutliche Abkühlung der Konjunktur in Deutschland. Die Wirtschaft werde 2012 nur noch um 0,9 Prozent zulegen, nach 3,0 Prozent in diesem Jahr, berichteten „Bild“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgaben) am Dienstag in Vorabmeldungen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung legt sein Jahresgutachten am Mittwoch vor. Die Bundesregierung rechnet 2012 mit einem Wachstum von 1,0 Prozent, nach 2,9 Prozent im laufenden Jahr.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich weiter verbessern und die Arbeitslosigkeit von 3 auf 2,9 Millionen im Jahresschnitt sinken, schreiben die Sachverständigen der „FAZ“ zufolge. „Die gute Verfassung des Arbeitsmarktes und das im internationalen Vergleich geringe Finanzierungsdefizit sowie die überaus günstigen Finanzierungsbedingungen bilden eine robuste Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung“, zitiert das Blatt aus dem Gutachten.

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Allerdings wiesen die Experten auf die Unsicherheiten der Prognose hin, da die Eurokrise noch nicht überwunden sei. Würde sie sich weiter verschärfen, dürfte das Wachstum nur noch um die 0,4 Prozent liegen. Bei weltweiten Verwerfungen und einem Rückgang des internationalen Handels schlössen sie einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes nicht aus, berichtete die Zeitung. Vor diesem Hintergrund trage Deutschland eine besondere Verantwortung zur Bewältigung der Krise.

Die Sachverständigen kritisieren laut „FAZ“ die Förderung regenerativer Energien als ineffizient und überteuert. Der Rat warne, bei steigenden Stromkosten wegen des rapiden Ausbaus erneuerbarer Energien könne die Akzeptanz der Energiewende leiden. Er plädiere für eine Vereinheitlichung der Fördersätze für alle Technologien und eine mittelfristige Harmonisierung der Förderung in Europa.

Mit Blick auf die geplante steuerliche Entlastung durch den Abbau der kalten Progression verlangten die Experten eine Gegenfinanzierung durch Ausgabenkürzungen, berichtete das Blatt weiter.

Quelle:  Handelsblatt Online
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