Melania Trump: „Unsere Kultur ist zu gemein und grob geworden“

Melania Trump: „Unsere Kultur ist zu gemein und grob geworden“

, aktualisiert 03. November 2016, 22:17 Uhr
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Melania Trump: Während ihrer Kindheit in ihrem Heimatland Slowenien sei „Amerika das Wort für Freiheit und Möglichkeiten“.

Quelle:Handelsblatt Online

Melania Trump erklärt in einer seltenen Rede, was sie als First Lady angehen würde: Online-Mobbing. Mit Familienthemen will sie die Wähler-Gruppe wiederzugewinnen, die Trump nach dem Skandal-Tape verloren hat: Frauen.

WashingtonDonald Trumps Ehefrau Melania hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten mit einer Wahlkampfrede seltene Schützenhilfe gegeben. Bei einem Auftritt im US-Staat Pennsylvania hob sie ihre eigene Geschichte als Einwanderin hervor, legte den Fokus aber auch auf Familienthemen.

Während ihrer Kindheit in ihrem Heimatland Slowenien sei „Amerika das Wort für Freiheit und Möglichkeiten“ gewesen, sagte Trump in einem Sportzentrum in Berwyn nahe Philadelphia. Ihre Entscheidung, in die Vereinigten Staaten zu ziehen und dort die Staatsbürgerschaft anzunehmen, sei „das größte Privileg der Welt“ gewesen.

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Vor ihrer Rede wurde die 46-Jährige von der Ehefrau des republikanischen Vizepräsidentschaftskandidaten Mike Pence, Karen, vorgestellt. Diese lobte die Gattin des Präsidentschaftskandidaten als wundervoll und stark. An das Publikum gewandt sagte sie: „Ich weiß, dass Amerika sich in sie verlieben wird, so wie sie das amerikanische Volk liebt.“

Die Veranstaltung in Berwyn war Melania Trumps erster Soloauftritt des laufenden Wahlkampfes und ihre erste Ansprache seit dem Nominierungsparteitag der Republikaner im Juli. Die wurde anfangs gelobt - bis sich herausstellte, dass einige Passagen so fast wortgleich aus einer früheren Rede von First Lady Michelle Obama stammten.

In ihrer Ansprache am Donnerstag sprach Trump unter anderem von der Vision ihres Mannes für die amerikanischen Frauen, Kinder und Familien. Als First Lady würde sie eine Anwältin für Frauen und Kinder sein, sagte sie.

Damit wollte sie offenbar die Behauptungen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton entkräften, Trump sei ein Frauenhasser. Die Stimmen von Frauen aus der Vorstadt sind entscheidend für den Republikaner, um sich Hoffnungen auf einen Sieg in Pennsylvania machen zu können.

Auch andere Themen schnitt die Trump-Gattin an. Sollte ihr Mann zum Präsidenten gewählt und sie damit First Lady werden, würde sie ein großes Augenmerk auf den Kampf gegen Online-Mobbing richten. „Unsere Kultur ist zu gemein und zu grob geworden, besonders für Kinder und Teenager“, sagte sie. Es sei absolut inakzeptabel, wenn Kinder anonym im Internet verspottet, gemobbt und angegriffen würden.

Das Thema ist deshalb interessant, weil ihr Mann ein fleißiger Nutzer von Twitter ist. Dort hat er regelmäßig Leute beleidigt.

Melania Trump trat im Wahlkampf bisher kaum in den Vordergrund. Sie hat erklärt, dass ihre wichtigste Aufgabe die Erziehung des zehnjährigen Barron sei, ihrem gemeinsamen Sohn mit Trump.

Quelle:  Handelsblatt Online
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