Monte dei Paschi: Italiens Krisenbank will bald Milliarde verdienen

Monte dei Paschi: Italiens Krisenbank will bald Milliarde verdienen

, aktualisiert 25. Oktober 2016, 08:47 Uhr
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Monte Dei Paschi Di Siena gilt als älteste noch existierende Bank der Welt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Dieses Jahr wird das Geldhaus Monte dei Paschi einen Milliardenverlust machen. Doch statt staatlicher Stützung soll eine Sanierung aus der Krise helfen – ein Happy End ist geplant.

SienaDie angeschlagene italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) stellt sich nach der im Sommer geglückten Rettung neu auf. Im Zuge der Sanierung sollen rund 2.600 Stellen gestrichen und etwa 500 Zweigstellen geschlossen werden, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Zudem sollen Geschäftsteile verkauft werden.

In diesem Jahr erwartet das Institut wegen höherer Kreditabschreibungen einen Verlust von 4,83 Milliarden Euro. Hintergrund seien auch die Kosten für den Sanierungsplan, in dessen Zuge zudem die Kapitalausstattung um fünf Milliarden Euro gestärkt werden soll, so das drittgrößte italienische Geldinstitut.

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Im Sommer hatte die Bank mit einem Rettungsplan einen großen Schritt aus der Krise gemacht, eine immer wieder diskutierte staatliche Rettung wurde vermieden. Faule Kredite im Volumen von 28 Milliarden Euro sollen an eine Sondergesellschaft abgegeben werden.

Im September war dann der Chef der Bank ausgewechselt worden. Ende November sollen die Aktionäre der 1472 gegründeten ältesten Bank der Welt der Kapitalerhöhung zustimmen. Der Bank hatte in den vergangenen Jahren immer wieder ein Berg fauler Kredite zu schaffen gemacht.

Die Bank gibt sich jetzt ein ehrgeiziges Ziel: 2019 soll ein Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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