Monte dei Paschi: Krisenbank soll Milliardenverlust erwarten

Monte dei Paschi: Krisenbank soll Milliardenverlust erwarten

, aktualisiert 08. August 2017, 10:33 Uhr
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Die älteste Bank der Welt wird vom Staat gerettet.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Freitag präsentiert die italienische Monte dei Paschi ihre Zahlen fürs erste Halbjahr. Dabei erwarte die krisengeplagte Bank laut Zeitungsbericht einen Milliardenverlust.

FrankfurtDie italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena erwartet einem Zeitungsbericht zufolge einen Halbjahresverlust von mehr als drei Milliarden Euro. Grund seien hohe Vorsorgen für notleidende Kredite, berichtete die „Börsen-Zeitung“ am Dienstag unter Berufung auf Bankenkreise. Die Bank will ihre Zahlen am Freitag vorlegen.

Italien hatte Ende Juli ein Gesetz zur Rettung der traditionsreichen Bank erlassen. Der Staat stützt das in Schieflage geratene Geldhaus mit insgesamt 5,4 Milliarden Euro und übernimmt dafür 70 Prozent an Monte Paschi. Die Europäische Kommission gab grünes Licht für die Staatshilfe, nachdem die älteste noch tätige Bank der Welt ein neues Geschäftsmodell und den Abbau ihres Schuldenbergs zugesagt hatte. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, streicht Monte Paschi bis 2021 jede fünfte Stelle und schließt 600 der 2000 Filialen, wie sie Anfang Juli ankündigte. In vier Jahren soll die Bank dann einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro schreiben.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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