Monte dei Paschi: Krisenbank sucht Interessenten für faule Kredite

Monte dei Paschi: Krisenbank sucht Interessenten für faule Kredite

, aktualisiert 15. Juni 2016, 19:52 Uhr
Bild vergrößern

Das Traditionshaus hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 faule Kredite in Höhe von mindestens 5,5 Milliarden Euro abzustoßen.

Quelle:Handelsblatt Online

Monte Paschi geriet während der Euro-Schuldenkrise in Schieflage. Obwohl sich die Geschäfte zuletzt wieder verbesserten, ächzt das Traditionshaus weiter unter faulen Krediten. Nun steht die Bad Bank zum Verkauf.

MailandDie italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena dient Insidern zufolge ihre Bad Bank einer Reihe von Spezialisten für faule Kredite an. Zum Verkauf stehe ein Anteil von rund 80 Prozent an dem Bereich, in den Problemdarlehen im Volumen von rund 28 Milliarden Euro ausgelagert wurden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine von ihnen erklärte, Italiens drittgrößtes Geldhaus habe unter anderem die Finanzinvestoren Apollo, Blackstone, Cerberus, Fortress, KKR und Lone Star um Abgabe eines Gebots bis Mitte August gebeten.

Monte Paschi war wegen eines verlustreichen Derivate-Geschäfts und Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise in Schieflage geraten. Obwohl sich die Geschäfte zuletzt wieder verbesserten, ächzt das Traditionshaus aus der Toskana weiter unter dem größten Berg fauler Kredite in der italienischen Bankenlandschaft. Einen Ausweg sieht das Geldhaus in einer Partnerschaft mit Finanzhäusern, die auf notleidende Darlehen spezialisiert sind.

Anzeige

Zwar hatten Beteiligungsgesellschaften bereits zuvor Interesse an der Übernahme ausfallgefährdeter Portfolios angemeldet, größere Geschäfte kamen bisher aber nicht zustande. Die Investoren verlangen wegen des großen Risikos hohe Abschläge auf den Buchwert, so dass den Banken ein Verkauf mit Verlusten droht. Monte Paschi hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 faule Kredite in Höhe von mindestens 5,5 Milliarden Euro abzustoßen, um die Bilanz aufzubessern.

Monte Paschi und die Finanzinvestoren lehnten Stellungnahmen ab.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%