Monte dei Paschi: Krisenbank sucht Mitstreiter für Kapitalerhöhung

Monte dei Paschi: Krisenbank sucht Mitstreiter für Kapitalerhöhung

, aktualisiert 27. Juli 2016, 16:22 Uhr
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Die Bank plant eine fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung.

Quelle:Handelsblatt Online

Das italienische Traditionshaus Monte dei Paschi hat Insidern zufolge bei mehreren Banken angefragt, ob sie eine fünf Milliarden schwere Kapitalemission garantieren könnten, darunter Goldman Sachs und Morgan Stanley.

London/MailandDie Krisenbank Monte dei Paschi di Siena bringt ihre Kapitalerhöhung auf den Weg. Das italienische Traditionshaus habe bereits bei mindestens acht Banken anfragen lassen, ob sie die fünf Milliarden Euro schwere Kapitalemission garantieren wollen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Dazu gehörten große US-Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley, aber auch die Deutsche Bank und die italienischen Häuser Unicredit und Intesa San Paolo. Sie prüften derzeit noch, ob sie mitmachten. In der Regel werden die Banken erst kurz vor dem Beginn einer Kapitalerhöhung ausgewählt.

Die Banken sollen nicht nur dafür sorgen, dass die neuen Aktien an den Mann gebracht werden, sondern anteilig auch Aktien übernehmen, die nicht verkauft werden. Organisiert wird die Kapitalerhöhung von JPMorgan und Mediobanca. Die genannten Institute wollten sich nicht äußern oder waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Für Monte dei Paschi tickt die Uhr. Die Bank will von der Europäischen Zentralbank (EZB) grünes Licht für ihre Kapitalerhöhung haben, bevor am Freitagabend die Ergebnisse des europaweiten Banken-Stresstests vorliegen. Er dürfte die Schwächen des toskanischen Geldhauses offenbaren, das unter der Last von Milliarden an faulen Krediten leidet. Monte dei Paschi will wacklige Darlehen an den italienischen Bankenrettungsfonds Atlante mit einem Abschlag von 31 Prozent losschlagen. Dafür ist die Zustimmung der EZB vonnöten. Die Frankfurter Bankenaufseher verlangen von der Bank, dass sie ihre faulen Kredite bis 2018 um 40 Prozent auf rund 14 Milliarden Euro abbaut.

Quelle:  Handelsblatt Online
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