Musterdepots: An Aktien führt kein Weg vorbei

Musterdepots: An Aktien führt kein Weg vorbei

, aktualisiert 25. April 2016, 06:18 Uhr
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Alexander Kovalenko

Quelle:Handelsblatt Online

Alexander Kovalenko macht den nächsten Schritt in Richtung volle Investitionsquote. Daniel Hupfer richtet seinen Blick nach China. Und Georgios Kokologiannis erwartet eine deutliche Erholung am Aktienmarkt.

Nach dem Kaufsignal seitens unseres Wertsicherungssystems wurden die Einzeltitelgewichtungen beim Aktienkernportfolio wieder erhöht. Am Freitag letzter Woche erfolgte nun der zweite Schritt Richtung volle Investitionsquote. Die sich im Musterdepot bereits befindlichen Ziel-wikifolios – „Dividende und Eigenkapital Deutschland“, „ETF-Werte des ICAX“ und „SR wisdom capital spekulativ“ – wurden durch Zukäufe auf ihre neutralen Gewichtungen gebracht.

Darüber hinaus wurden zwei neue Konzepte ins Musterdepot aufgenommen. Das erste neue wikifolio ist „Dogs of the Dow Low Five“ von Thomas Riepl. Der wikifolio-Manager konzentriert sich auf die Auswahl von dividendenstarken Titeln aus dem US-amerikanischen Dow Jones Industrial Index.

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Mit diesem wikifolio bauen wir unser Exposure am US-amerikanischen Aktienmarkt wieder aus. Uns gefällt eine Fokussierung auf dividendenstarke Blue Chips und ein guter Track Rekord des wikifolios. Das zweite neue wikifolio ist „Aktien? yeah!“ von Dirk Hagemann. Hinter einem etwas plakativen Namen verbirgt sich eine sorgfältige Analyse und Suche nach substanzstarken Titeln mit dem Schwerpunkt Deutschland.

Auch interessante Turnaround-Stories werden von Herrn Hagemann berücksichtigt. Dieses Produkt stellt neben dem „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-wikifolio unser Exposure am deutschen Aktienmarkt dar und ergänzt gut das Aktienkernportfolio, welches aktuell keine deutschen Einzeltitel beinhaltet. 


Vertrauen in Daimler

Der Automobilbauer Daimler hat bei der Veröffentlichung seines Zahlenwerks für das 1. Quartal ein gemischtes Bild hinterlassen. Zwar stieg der Umsatz um 2 Prozent, allerdings fiel der Gewinn im Vorjahresvergleich deutlich geringer aus. Zur Begründung wurde insbesondere die Einführung der neuen E-Klasse angeführt, zudem hat sich die Nachfrage nach der S-Klasse etwas abgeschwächt.

Für den weiteren Geschäftsverlauf in 2016 bleiben die Stuttgarter aber zuversichtlich und gehen von einem weiteren Jahr mit Rekordabsätzen aus. Insbesondere die Einführung der neuen E-Klasse sollte die Zulassungszahlen deutlich beflügeln. Kursbelastend wirkte allerdings die Nachricht, dass Daimler von US-Behörden aufgefordert wurde, eine interne Untersuchung bezüglich Abgaswerten vorzunehmen.

Aus unserer Sicht ist der Kursabschlag von bis zu 7 Prozent am Donnerstag nicht gerechtfertigt, so dass wir trotz der negativen Nachrichten um Daimler und aus dem Automobilsektor insgesamt Aktien von Daimler zukaufen.

Wir werden in den kommenden Tagen weiter auf Opportunitäten im Aktienbereich warten und tendenziell zwei bis drei weitere Zukäufe tätigen. Den Schwerpunkt legen wir auf Unternehmen mit einem großen Umsatzanteil in China, da sich vor allem dort die Konjunkturdaten derzeit weiter verbessern.


Übertriebene Verluste am Aktienmarkt

Der Euro Stoxx 50 hat zuletzt die entscheidende Marke für zwei Sprintzertifikate-Positionen übersprungen: Oberhalb von 3.100 Punkten schalten diese offensiven Papiere den Turbo ein. Indexgewinne darüber werden im Depot bis Juni um den Faktor drei gehebelt (WKN: DZT7FY), beziehungsweise bis September um Faktor zwei (CW7CXY). So, als besäße ich schlagartig dreimal, beziehungsweise doppelt so viele Anteile am Leitindex.

Der Clou: Fällt der Euro Stoxx unter die Sprint-Schwelle zurück, verschwinden meine „imaginären“ Extra-Anteile automatisch aus dem Depot – an Verlusten werde ich nicht überproportional beteiligt. Im Gegenzug für das Hoch- und Runterfahren des Aktienengagements sind die Gewinne gedeckelt. Ausgebaut hatte ich in den vergangenen Monaten diese Positionen, weil ich die Kursverluste am europäischen Aktienmarkt im ersten Quartal dieses Jahres für völlig übertrieben hielt.

„Ich nutze die nochmals verbilligten Kursniveaus, um die Investitionsquote des Musterdepots erneut zu erhöhen“, hatte ich etwa im Februar an dieser Stelle geschrieben, nachdem Dax & Co. immer neue Jahrestiefstände markiert hatten. Und weiter: „Ich halte die mittlerweile verbuchten Verluste für überzogen und erwarte eine deutliche Erholung in den kommenden Wochen.“ Diese Einschätzung hat sich inzwischen bestätigt – und das Handelsblatt-Depot profitiert dank der Sprinterzertifikate überproportional davon.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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