Musterdepots: China legt riesigen Investmentfonds auf

Musterdepots: China legt riesigen Investmentfonds auf

, aktualisiert 16. März 2016, 21:55 Uhr
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Daniel Hupfer

Quelle:Handelsblatt Online

Musterdepotstratege Daniel Hupfer hat ein Fonds erworben, der in kleine und mittelgroße börsennotierte Unternehmen investiert. Mit dem Kauf hat er ein gutes Händchen bewiesen.

Mit dem Erwerb des Warburg Small&Midcap Fonds haben wir im Februar dieses Jahres ein gutes Händchen bewiesen. So liegt das Investment mittlerweile etwa sieben Prozent im Plus, zudem konnten wir eine Ausschüttung von gut 1,5 Prozent vereinnahmen. Der Fonds investiert in erfolgreiche deutsche Unternehmen mit einer geringen Marktkapitalisierung. Dabei selektiert der Fondsmanager auf Basis eines Stock Picking Ansatzes Unternehmen mit einem soliden Geschäftsmodell, einer attraktiven Bewertung und einem guten Management.

Zuletzt wurden Aktien des Hamburger Kupferproduzenten Aurubis neu gekauft, da diese in den vergangenen Monaten kräftig an Wert verloren haben. Auch Aktien der Software AG standen, insbesondere aufgrund einer sehr niedrigen Unternehmensbewertung, auf dem Kaufzettel des Fondsmanagers. Dagegen wurden bei Rheinmetall Gewinne realisiert. Das Unternehmen überzeugte erneut bei den Quartalsberichten, so dass die Aktien kräftig in die Höhe geschnellt sind.

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Unter den größten Positionen des Fonds befinden sich derzeit Koenig&Bauer, Bechtle, Leifheit, United Internet und die Cenit AG. Da es sich bei dem Fonds um eine hoch diversifizierte Anlage in deutsche Aktien handelt, ist unsere Positionsgröße etwas höher als bei unseren übrigen Investments. Da die Kursvolatilität der Einzelunternehmen zum Teil sehr hoch ist, halten wir ein Fondsvehikel für dieses Anlagesegment für optimal.


32 000 Euro in Sprintzertifikate

Wegen des hohen Anteils an speziellen Anlagezertifikaten, die sich asymmetrisch zum Aktienmarkt entwickelten, lässt sich das Risikoprofil des Handelsblatt-Depot derzeit wie folgt skizzieren: Rutschen die Börsenkurse weiter ab, partizipiert das Portfolio nur zu rund 85 Prozent an diesen Verlusten. Legen die Notierungen dagegen um bis zu einem Zehntel zu, liegt die Beteiligung daran deutlich höher - bei mehr als 180 Prozent. Im Gegenzug sei der Maximalgewinn begrenzt.

 In den vergangenen Wochen habe ich den Bestand an Sprintzertifikaten schrittweise erhöht, mit denen die asymmetrische Wertentwicklung ermöglicht wird: In mehreren Tranchen zugekauft wurden Sprintzertifikate, die sich auf den Euro Stoxx 50 beziehen und noch bis Ende Juni laufen (WKN: DZT7FY).

Diese offensiven Anlageprodukte münzen Kurszuwächse des europäischen Leitindexes zwischen 3.100 und 3.560 Punkten dreifach in Rendite für das Musterdepot um. Sollte sich der hiesige Aktienmarkt also bis zum Sommer von jetzt knapp 3070 Punkten auf sein Niveau vom Jahreswechsel erholen, dann profitiert diese Portfolioposition überproportional davon.

 Konkret: Rund 32.000 Euro sind hier derzeit investiert. Oberhalb von 3.100 EuroStoxx-Punkten rentiert die Position aber in etwa so, als seien es mehr als 90.000 Euro. Oder anders dargestellt: Sollte der europäische Leitindex um 16 Prozent klettern, dann legen die Papiere um knapp 43 Prozent zu.

 Die Besonderheit der speziellen Hebelzertifikate: Schafft es das Börsenbarometer bis zum Laufzeitende im Juni nicht bis in den Sprintbereich zu klettern, dann werden die Papiere an etwaigen Indexverlusten nicht dreifach beteiligt.

Im Gegenzug für die überproportionalen Gewinnchancen innerhalb der Sprintspanne ist der maximale Ertrag der Zertifikate begrenzt, in die ich mittlerweile knapp ein Viertel des gesamten Depotkapitals investiert habe: Von einem Anstieg des Euro Stoxx 50 über 3.560 Zähler hinaus profitieren diese Anlagepapiere dann nicht mehr.


Milliardenschwerer Investmentfonds in China

Laut Informationen des Informationsdienstes Reuters plant die chinesische Regierung einen neuen milliardenschweren Investmentfonds aufzulegen. Das Ziel dieses Konstrukts ist die Abwicklung der Projekte, die gemeinsam vom Staat und privaten Investoren finanziert werden.

Der Fonds sollte umgerechnet 25 Milliarden Euro schwer sein und bereits in diesem Monat gestartet werden. Dies stellt einen weiteren Baustein im Rahmen diverser Maßnahme dar, womit die chinesische Regierung versucht, eine „harte Landung“ der zweigrößten Volkswirtschaft der Welt zu vermeiden.

Gleichzeitig wird der Übergangsprozess von einer Exportwirtschaft zu einer modernen Dienstleistungsgesellschaft kontinuierlich weitergeführt. Bestimmte Überkapazitäten in traditionellen Branchen werden dabei bewusst „geopfert“. So geht die chinesische Regierung laut Reuters Informationen davon aus, dass fünf bis sechs Millionen Mitarbeiter der staatlichen Betriebe, vor allem in der Stahl- und Kohleindustrie,  in den nächsten zwei-drei Jahren ihre Arbeitsstelle verlieren werden.

Um die Massenentlassungen abfangen zu können und soziale Spannungen zu vermeiden, plant die Regierung weitere Milliarden zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit der Notenbankpolitik wird die chinesische Konjunktur in den nächsten Monaten wohl die Wirtschaftsschlagzeilen dominieren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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