Musterdepots: Die Krise an den Märkten ist passé

Musterdepots: Die Krise an den Märkten ist passé

, aktualisiert 19. April 2016, 18:37 Uhr
Bild vergrößern

Daniel Hupfer

Quelle:Handelsblatt Online

Die Börsen machen einen Satz nach oben – davon profitiert auch Musterdepot-Anleger Daniel Hupfer. Denn in dem offensiven Depot finden sich vor allem Aktien. So spielen die Verluste vom Jahresstart fast keine Rolle mehr.

DüsseldorfDie Kurserholung an den internationalen Aktienmärkten hält derzeit weiter an. Hintergrund für diese Entwicklung sind einerseits die sich verbessernden Konjunkturdaten insbesondere in den USA und China und andererseits eine deutliche Entspannung bei den Rohstoffpreisen. In den USA befinden sich mittlerweile fast alle wichtigen Indizes im positiven Terrain.

In Europa und Asien dagegen, liegen die meisten Indizes noch unter dem Jahresanfangsstand, machen derzeit aber kräftig an Boden gut. In unserem Depot liegt die Aktienquote aktuell bei etwa 55 Prozent, sodass wir von der Kurserholung deutlich profitieren können.

Anzeige

Aber auch die von uns erworbenen Anleihen und Anleihefonds können in der aktuellen Marktphase zulegen, da viele Investments eine positive Korrelation zum Aktienmarkt aufweisen. Bei der Wertentwicklung liegen wir nunmehr nahezu auf dem Jahresanfangsniveau, sodass zwischenzeitliche Verluste so gut wie vollständig aufgeholt werden konnten.

Mit ETF auf den S&P500 und den Nasdaq100 haben wir zwei Basisinvestments im Depot, die breit diversifiziert in den US-amerikanischen Aktienmarkt investieren. Die fünf größten Werte im ETF auf den S&P500 sind Apple, Microsoft, Exxon Mobil, Johnson & Johnson und General Electric. Die Pendants im Nasdaq 100 sind ebenfalls Apple und Microsoft, dazu kommen Amazon, Alphabet und Facebook


Die neue Sicherheitsstufe

Wie bereits angekündigt, beginne ich nun mit dem Aufbau einer neuen Absicherungsposition: Ich kaufe ein Reverse-Bonuszertifikat, das sich auf den S&P 500 bezieht (WKN: VS8B1F). Dieses spezielle Finanzinstrument liefert bis Mitte Dezember dieses Jahres selbst dann knapp 16 Prozent Rendite, falls der US-Aktienindex kaum noch von der Stelle kommt – oder sogar stark zurückfällt.

Einzige Bedingung: Der S&P 500 darf bis dahin zu keinem Zeitpunkt um rund ein Zehntel zulegen und die Marke von 2300 Punkten erreichen – andernfalls drohen deutliche Verluste. Während der Laufzeit entwickeln sich die Zertifikate tendenziell spiegelverkehrt zur Wall Street.

Hintergrund für den Kauf: Der US-Aktienmarkt dürfte sein Aufwärtspotenzial weitestgehend ausgeschöpft haben. Laut einer Umfrage des Informationsdienstes Reuters prognostizieren Analysten im Schnitt einen Jahresendstand von etwa 2100 Punkten beim S&P 500 – also auf seinem aktuellen Niveau. Das gewählte Zertifikat ist nicht währungsgesichert, so dass eine Aufwertung des US-Dollars in den kommenden Monaten zusätzliche Rendite im Musterportfolio generiert.

Anders als ihre europäischen Pendants sind die wichtigsten US-Indizes inzwischen bis unmittelbar an ihre Allzeithochs vom vergangenen Jahr zurückgeklettert. Das Handelsblatt-Depot wird daher durch den Kauf des neuen Zertifikats noch stärker auf ein Auseinanderlaufen der Börsenentwicklung in der Eurozone und den USA ausgerichtet: Während es einerseits auf Nachholpotenzial der Aktienmärkte hierzulande setzt, profitiert es andererseits davon, wenn den Bullen an der Wall Street demnächst die Luft ausgeht.


Die Geldpolitik begünstigt die Aktien

Seit einigen Wochen weist unser Musterdepot aufgrund eines Wertsicherungssignals eine gesunkene Investitionsquote von rund 50 Prozent auf. Dieses technische Signal hat jedoch nichts an unserer Überzeugung geändert, dass die Anlageklasse Aktien aus langfristiger Sicht das beste Instrument für einen Vermögensaufbau ist und ein unabdingbarer Bestandteil jedes vernünftigen Altersvorsorgeplanes sein sollte. Die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken bleibt für die Aktienmärkte günstig.

Die EZB und die Bank of Japan setzen ihre Nullzinspolitik konsequent fort, fluten die Märkte nach wie vor mit Liquidität und bauen ihre Programme sogar noch weiter aus. Die FED hat zwar im Dezember 2015 die erste Zinserhöhung seit Juni 2006 unternommen, die weiteren Zinsschritte werden jedoch 2016 aller Ansicht nach deutlich moderater ausfallen, als noch vor einigen Monaten angenommen. Der Grund dafür sind die globalen Konjunkturängste, welche vor allem von China ausgelöst worden sind.

Aber auch die europäische Wirtschaft wächst nur sehr moderat, vor allem, wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, welche enormen Maßnahmen zur Stimulierung der Konjunktur die EZB bereits unternommen hat. Die Inflation verharrt faktisch nahe null und ist aktuell meilenweit von der gewünschten Marke von etwa zwei Prozent entfernt. Ein negatives Szenario ohne Wachstum, ohne Inflation und gleichzeitig mit Nullzinspolitik scheint nun gar nicht so unrealistisch zu sein. Diese Faktoren führten zu Turbulenzen an den Börsen, wodurch unser Wertsicherungsmechanismus ausgelöst wurde.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%