Musterdepots: Konsum sorgt für solides Wachstum

Musterdepots: Konsum sorgt für solides Wachstum

, aktualisiert 06. April 2016, 18:37 Uhr
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Daniel Hupfer

Quelle:Handelsblatt Online

Musterdepotstratege Alexander Kovalenko zeigt auf, welche Wikifolios mit Aktien sich in der Vergangenheit bewährt haben. Und Mitbewerber Georgios Kokologiannis will mit „Sprintern“ zum Erfolg gelangen.

DüsseldorfNachdem das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, der Ifo-Index, zuletzt wieder etwas angestiegen ist, konnten gestern auch die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion positiv überraschen. Zwar ging die Produktion im Februar um 0,5 Prozent gegenüber dem Januar zurück, erwartet worden war allerdings ein deutlich stärkerer Rückgang. Nach dem starken Plus bei der Industrieproduktion im Januar hatten Volkswirte mit einem deutlichen Minus im Februar gerechnet.

Unter dem Strich zeichnet sich damit ab, dass das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts im 1. Quartal sehr ordentlich ausfallen wird. Vor allem die Bauproduktion hat sich aufgrund des milden Winterwetters überdurchschnittlich gut entwickelt und sorgt damit für einen kräftigen konjunkturellen Impuls.

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Aufgrund der zuletzt weniger guten Auftragseingänge rechnen wir aber nicht damit, dass das hohe Niveau der ersten beiden Monate gehalten werden kann. Für das Gesamtjahr erwarten wir aber ein solides Wachstum von 1,4 Prozent.

Die konjunkturelle Schwäche in vielen Schwellenländern wirkt sich derzeit negativ auf die Ausfuhren deutscher Unternehmen aus. Insbesondere nach Brasilien und Russland, aber auch nach China wird weniger exportiert. Aufgefangen wurde diese Schwäche allerdings von zunehmenden Exporten in die USA und nach Großbritannien.

Für das solide Wachstumsplus 2016 sorgt aber vor allem der sehr starke deutsche Konsum. Eine Beschäftigung auf Rekordniveau sowie anhaltende Gehaltszuwächse sorgen für diese Entwicklung.


Erfolgreiche Wikifolios

Der Wikifolio-Manager Holger Degener hat in den letzten Tagen einige Transaktionen bei seinem „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-Wikifolio durchgeführt. Zum einen realisierte er Gewinne zwischen 14 und 82 Prozent durch die Teilverkäufe der KPS- und Innotec-Positionen sowie die Komplettverkäufe von den Tepla, VTG und Washtec-Aktien. Zum anderen erwarb der Portfoliomanager mit Blick auf die bevorstehende Dividendensaison die Aktien von Daimler und Allianz.

Mit einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro bleibt das Zertifikat auf Basis des „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-Wikifolios einer der Anlegerfavoriten. Seit Aufnahme ins Musterdepot weist das Produkt eine Performance von etwa 34 Prozent auf.

Mit 26 Prozent seit Musterdepotauflage ist die Wertentwicklung eines weiteren Ziel-wikifolios – „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier – ebenfalls sehr solide. Der Portfoliomanager konzentriert sich auf Investments in Unternehmen der Internet Content Economy.

Das dritte sich momentan im Musterdepot befindliche Wikifolio – „SR wisdom capital spekulativ“ von Sebastian Reese – zeichnet sich, dank einer aktiven Tradingstrategie, durch eine relativ niedrige Korrelation mit dem breiten Aktienmarkt aus. Dieses Ziel-Wikifolio erfüllt bisher sehr erfolgreich seine diversifizierende Rolle.


Mit Sprintern zur Rendite

Knapp 80 000 Euro und damit mehr als zwei Drittel meiner gesamten Depotsumme habe ich mittlerweile in Sprintzertifikate auf den europäischen Auswahlindex Euro Stoxx 50 investiert. Bei beiden Produkten ist 3100 Punkte die magische Grenze. Steigt der Börsenbarometer über diese Marke, dann werden die Gewinne verdoppelt (WKN CW7CXY) oder sogar verdreifacht (WKN DZT7FY).

Dementsprechend rechne ich damit, dass sich die Aktienmärkten sich in den nächsten Woche oder Monaten wieder deutlich erholen werden. Doch selbst wenn die Kurse an den Aktienmärkten weiter nachgeben sollten: Unterhalb dieser Marke von 3100 Zählern verlieren diese Derivate nicht mehr als der Index selbst.

Im Gegenzug sind die Gewinne allerdings begrenzt - bei 3400 bzw 3560 Punkten. Von Kursen oberhalb dieser Marken profitieren die Sprinter nicht mehr. Ab solche hohe Kursständen erwarte ich in den nächsten Monaten aber auch nicht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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