Musterdepots: Rendite durch Seitwärtsbewegung

Musterdepots: Rendite durch Seitwärtsbewegung

, aktualisiert 07. März 2016, 16:05 Uhr
Bild vergrößern

Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Auf Jahressicht bewegt sich derzeit an den Börsen relativ wenig. Mit Discountzertifikaten können Anleger auch von so genannten Seitwärtsbewegungen an den Börsen profitieren.

Frankfurt am MainSeit knapp zwei Jahren hat sich an den Börsen wenig getan. Sowohl das deutsche Börsenbarometer Dax als auch der US-Auswahlindex S&P 500 liegen nur knapp oberhalb der Notierung von Anfang Juli 2014.

Eine solch ähnliche Markterwartung decke ich mit meinem Discountzertifikat auf den Auswahlindex S&P 500 (WKN: XM0PRG ) ab, das ich bereits Ende Juni dieses Jahres gekauft habe. Das Produkt hat nur noch eine Restlaufzeit bis Ende dieses Monats.

Anzeige

Mit solchen Derivaten können Anleger Seitwärtsrenditen erzielen. Denn sie erwerben mit einem Discounter den Basiswert preisgünstiger gegenüber dem aktuellen Kurs, erhalten aber am Ende der Laufzeit das Produkt zum Indexstand zurück. Im Gegenzug für den Discount sind aber die Gewinnchancen gedeckelt.

Bisher hat das Zertifikat gehalten was es verspricht: Das Zertifikat notiert seit Ende Juli 2015 sieben Prozent im Plus, während der US-Index rund drei Prozent im Minus liegt.


Auftragseingänge der deutschen Industrie stimmen positiv

Gestern wurden vom statistischen Bundesamt die Januar-Daten zur Entwicklung der Auftragseingänge bei der deutschen Industrie veröffentlicht.  Im Vergleich zum Vormonat ging die Nachfrage mit 0,1 Prozent nur minimal zurück. Auf Jahressicht ist sie um etwa 1,1 Prozent gewachsen.

Vor allem die Aufträge aus dem Ausland haben eine positive Dynamik verzeichnet, während die Inlandsnachfrage rückläufig war. Da die Volkswirte im Durchschnitt einen stärkeren Rückgang im Vergleich zum Dezember erwartet haben und unter Berücksichtigung der globalen Konjunkturängste, ist dieses neutrale Ergebnis eher positiv einzustufen. Andererseits kann es auf keinen Fall als Entwarnung interpretiert werden.

Währenddessen sind die europäischen Börsen mit spürbaren Verlusten in die neue Woche gestartet. Mit viel Spannung warten die Anleger auf die EZB-Ratssitzung am kommenden Donnerstag. Viele Börsianer gehen von einer weiteren Ausweitung des Anleihekaufprogramms aus. Ob die europäische Notenbank die hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich Ende der Woche zeigen.      


Schwaches Wirtschaftswachstum in Deutschland

Bislang sind wir davon ausgegangen, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunehmen wird. Diese Prognose müssen wir aus zwei Gründen etwas nach unten anpassen. So gehen wir nun davon aus, dass die Exporte in diesem Jahr nicht wie bislang erwartet um drei Prozent sondern allenfalls mit einer Rate von zwei Prozent wachsen werden.

Dies hat zur Folge, dass bei unveränderten Annahmen hinsichtlich der Importe der Außenhandel einen negativen Beitrag von 0,2 Prozentpunkten zum Wachstum liefern wird.

Außerdem hat sich gezeigt, dass das Statistische Bundesamt bei der Veröffentlichung der Daten zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung im vierten Quartal 2015 die Zahlen zu den Vorquartalen etwas nach unten revidiert hat, sodass der statistische Überhang für das Jahr 2016 mit 0,4 Prozentpunkten etwas niedriger als ursprünglich gedacht ist.

Von daher gehen wir nun davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,4 Prozent gegenüber 2015 wachsen wird. Dies klingt nach wenig, allerdings muss man beachten, dass das langfristige Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft auch nur auf rund 1-1,25 Prozent veranschlagt wird. Viel mehr Wachstum ist also gar nicht zu erwarten.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%