Musterdepots: „Turnaround-Story ist noch intakt“

Musterdepots: „Turnaround-Story ist noch intakt“

, aktualisiert 05. April 2016, 18:38 Uhr
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Daniel Hupfer

Quelle:Handelsblatt Online

Musterdepotstratege Alexander Kovalenko freut sich über die Kurssteigerungen bei der Aktie des europäischen Autoherstellers Peugeot-Citroen. Das Papier zählt in seinem Depot zu den erfolgreichsten Investments.

Bei Anleihen erweist sich die abnehmende Liquidität zunehmend als problematisch, da Transaktionen nur zu vergleichsweise hohen Kosten durchgeführt werden können. Hauptgrund für die rückläufige Liquidität sind hohe Eigenkapitalanforderungen und Regulierungsvorgaben an Banken, die einen Eigenhandel mit Anleihen fast unmöglich machen. Dies führt zu einer hohen Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskursen und erhöht damit die Transaktionskosten.

Selbst wenn die Entscheidung der EZB, zukünftig auch Unternehmensanleihen zu kaufen, die Wertentwicklung dieses Anleihesegmentes temporär stützen kann, so reduziert dies perspektivisch die Liquidität noch weiter. Die Renditen von Anleihen sind inzwischen derart tief, dass mit Blick nach vorne kaum noch ein substantieller und vor allem nachhaltiger Performancebeitrag erwartet werden kann.

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In unserem Depot haben wir zuletzt sehr erfolgreich an Anleihe-Neuemissionen teilgenommen und konnten uns je nach Emittent einen kleinen Zeichnungsgewinn sichern. Bei diesem Vorgehen ist allerdings zu berücksichtigen, dass nicht jede Neuemission derart stark nachgefragt ist, dass Zeichnungsgewinne winken.

Zudem müssen Kosten für An- und Verkauf in Ansatz gebracht werden, welche den Gewinn nochmal schmälern. Vor diesem Hintergrund ist nur durch eine Vielzahl von erfolgreichen Transaktionen ein signifikanter Performancebeitrag zu erwarten.


Turnaround-Story der PSA-Aktie weiter intakt

Der Chef des zweitgrößten europäischen Autoherstellers Peugeot-Citroen (PSA) Carlos Tavares hat am Dienstag eine mittelfristige Unternehmensstrategie bis 2021 präsentiert. Der Plan ist vor allem darauf getrimmt, die Profitabilität zu steigern. Dieses übergeordnete Ziel sollte über ein Umsatzwachstum auf der einen und über die Kostenreduktion auf der anderen Seite erreicht werden. Zwecks der Umsatzsteigerung wird eine „globale Produkt- und Technologie-Offensive“ gestartet.

Regional sollte eine weitere Expansion in Asien, in Lateinamerika und im Mittleren Osten vorangetrieben werden. Auf der Produktebene sollten neben dem Neu- und Gebrauchtwagenverkauf diverse Dienstleistungen angeboten werden, wie zum Beispiel Car-Sharing oder Multi-Brand-Leasing. Mit dem Car-Sharing plant PSA sich ab 2017 wieder an den nordamerikanischen Markt zu wagen.

Auf der Kostenseite will der Konzern eine Ersparnis von bis zu 700 Euro pro Auto erzielen. Bereits in den letzten zwei Jahren wurden die Produktionskosten deutlich gesenkt. Zusammen mit den steigenden Verkaufszahlen ermöglichte dies bereits 2015 eine operative Gewinnmarge von fünf Prozent – eine Marke, die laut des ursprünglichen Plans erst für 2019 gesetzt war.

Die PSA-Aktie gehört zu unseren bisher besten Investments. Wir sind der Meinung, dass die Turnaround Story intakt bleibt, und halten die Position weiter.


Experten sehen kaum noch Kurspotenzial

Anders als an den Börsen in Europa ist der Wachstumstrend am US-Aktienmarkt seit sieben Jahren ungebrochen. In dieser Zeit sind auch die Bewertungen der Unternehmen auf breiter Front gestiegen. Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass Experten an der Wall Street insgesamt kaum noch Kurspotenzial sehen.

Nach Einschätzung von Analysten dürften zudem vor allem die Angst vor einer schwache Gewinnentwicklung der Unternehmen und die Folgen steigender US-Zinsen sowie eine nur schleppende weltweite Konjunktur die Kauflaune bremsen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Informationsdienstes Reuters hervor.

Die Anlagestrategen prognostizieren im Schnitt, dass der richtungsweisende US-Aktienindex S&P 500 das laufende Jahr bei  2.100 Punkten beenden wird. Das wäre ein Plus von  rund zweieinhalb Prozent bezogen auf den aktuellen Stand. Ich teile die Einschätzung der insgesamt 42 befragten Analysten.

In so einem Umfeld heißt es nun entweder sehr selektiv vorzugehen – und „Stock-Picking“ zu betreiben. Oder mit speziellen Anlageinstrumenten zu investieren, die auf genau dieses Szenario zugeschnitten sind. So wie die defensiven Discountzertifikate auf den S&P 500, die ich am Dienstag im Handelsblatt-Depot aufgestockt habe (WKN: VS9D59).

Sie ermöglichen einen um rund acht Prozent rabattierten Einstieg in den US-Aktienmarkt. Gleichzeitig erzielen die Produkte auch dann eine Rendite von umgerechnet mehr als siebeneinhalb Prozent per annum, wenn der Wall-Street-Index bis März 2017 nur noch auf der Stelle tritt.

Dieser Ertrag liegt genau im für das Musterdepot festgelegten Renditekorridor von sechs bis acht Prozent Ertrag pro Jahr. Ganz bewusst wurde eine Variante ohne Währungsabsicherung gewählt. Eine Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar wird so eins zu eins in zusätzlichen Depot-Ertrag umgemünzt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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