Alltagsforschung: Der hohe Preis des Anbiederns

PremiumkolumneAlltagsforschung: Der hohe Preis des Anbiederns

21. Mai 2017
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Warum es ein Fehler ist, den Chef "in cc" zu setzen.

Kolumne von Daniel Rettig

Wer ständig den Vorgesetzten „in cc“ setzt, sät bei seinen Kollegen Misstrauen – das zeigt eine neue Studie.

Vielleicht bin ich ein hoffnungsloser Romantiker. Aber ich möchte daran glauben, dass es sich langfristig nicht lohnt, den Vorgesetzten ständig „in cc“ zu setzen – natürlich vor allem bei eigenen Großtaten und fremden Missetaten. Das Kalkül dahinter ist einleuchtend: Wer dem Kollegen aus der anderen Abteilung in aller Bescheidenheit etwas vorschlägt oder auf einen Fehler hinweist, der will dafür zumindest vom Vorgesetzten gesehen werden. Die E-Mail soll als Beleg dafür dienen, wie kooperativ, konstruktiv und kreativ man ist – ohne es gleich offen zu sagen.

Doch dieses scheinbar subtile Eigenlob verstopft nicht nur das Postfach der Führungskraft, sondern gefährdet auch...


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