Digitalisierung der Arbeit: Es droht ein Aufstand der Fleißigen

PremiumDigitalisierung der Arbeit: Es droht ein Aufstand der Fleißigen

11. Juli 2017
von Dieter Schnaas

Roboter werden in Zukunft viele Jobs überflüssig machen. Kommt es zu einem neuen Maschinensturm durch Digitalisierungsverlierer?

Bild vergrößern

Geht uns die Arbeit aus? Es gibt Anzeichen für den Aufstand der Fleißigen.

Die Geschichte der Hassliebe, von der der Mensch zu seinen Maschinen erfüllt ist – erzählen wir sie zunächst im Rückblick auf das Jahr 1955. Die Wirtschaft in Deutschland wächst stark wie nie (12,1 Prozent), die Reallöhne legen sprunghaft zu (zehn Prozent), die Quote der Arbeitslosen stürzt der Zwei-Prozent-Marke entgegen, und in Wolfsburg rollt der Millionste VW-Käfer vom Band. Doch was Industrielle, Politiker, Soziologen und Gewerkschafter damals wirklich bewegt, ist der Vormarsch der Roboter, die Automation in den Fabriken, die Furcht vor immer schneller denkenden Elektronengehirnen.

Während IBM-Chef Thomas Watson überzeugt ist, dass seine künstlichen Gedächtnissysteme „den menschlichen Geist befreien, indem sie ihm langweilige Routinearbeit abnehmen“, warnt der britische Handelsminister Peter Thorneycroft vor „menschenleeren Betrieben“. In den USA prägt Gewerkschaftsführer Walter Reuther das Schlagwort von der „technologischen Arbeitslosigkeit“. Und der Chicagoer Wirtschaftssoziologe Warner Bloomberg prophezeit in seiner Studie „The Age of Automation“, dass Rechenmaschinen den arbeitenden Menschen überflüssig machen.

Anzeige

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%