Alltagsforschung: Die Folgen der Verlustangst

PremiumkolumneAlltagsforschung: Die Folgen der Verlustangst

19. Februar 2017
Kolumne von Daniel Rettig

Eine neue Studie zeigt: Menschen pfuschen eher, um eine Niederlage zu vermeiden, als einen Sieg zu ergattern.

Bild vergrößern

Menschen pfuschen eher, um eine Niederlage zu vermeiden, als einen Sieg zu ergattern.

Ständig passieren Dinge, die Zweifel aufwerfen an der menschlichen Anständigkeit. Was dachten sich jene Angestellten der US-Bank Wells Fargo bloß, als sie fünf Jahre lang Konten und Kreditkarten einrichteten, ohne die Kunden vorher zu fragen – und gleich auch noch deren Geld darauf transferierten? Handelte es sich um besonders kriminelle Mitarbeiter oder um besonders gierige? Die anschließenden Verhöre der Übeltäter lassen einen anderen Schluss zu. Anscheinend ging es ihnen nicht darum, die Karriereleiter hochzuklettern oder einen hübschen Bonus abzusahnen.

Vielmehr hatten sie Angst, vor ihren Kollegen und Vorgesetzten schlecht dazustehen, falls ihre Zahlen nicht stimmten. Ihr Motiv war nicht die Lust am Aufstieg – sondern die Angst vor dem Abstieg.

Anzeige

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%