Experte für Manager-Versicherungen: "Den Schaden hat der Steuerzahler"

PremiumInterviewExperte für Manager-Versicherungen: "Den Schaden hat der Steuerzahler"

18. Dezember 2017, aktualisiert 20. Dezember 2017, 16:23 Uhr
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Managerhaftungs-Experte Michael Hendricks

von Claudia Tödtmann

Treffen Chefs Fehlentscheidungen, springen Manager-Haftpflichtversicherungen ein. Teures Beispiel: Der VW-Dieselskandal. Die Versicherungsanbieter machen entsprechend Verluste. Wird es für Top-Manager brenzlig?

Um Zahlen beim Thema Managerhaftpflichtversicherungen machen die Beteiligten seit jeher ein Geheimnis. Ausgerechnet von der Versichererlobby, dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, sickerten kürzlich zum allerersten Mal Marktzahlen an den Branchendienst „Versicherungsmonitor“ durch. Michael Hendricks, D&O-Pionier und Rechtsanwalt des Spezialmaklers für Managerversicherungen Howden, erklärt, ob und welche Gefahren auf Manager zukommen, wenn erste Versicherer die D&O-Sparte schließen.

WirtschaftsWoche: Herr Hendricks, seit Jahren gibt es Gerüchte, dass das Geschäft mit Managerhaftungsversicherungen – D&O – in Deutschland Verluste macht. Bekommen deutsche Unternehmen gegen Fehler ihrer Manager bald keinen Versicherungsschutz mehr?
Michael Hendricks: Managerhaftpflichtversicherungen sind für viele Versicherer ein pures Verlustgeschäft, das stimmt. Die D&O-Versicherer zahlen drauf. Warum sollen sie sich das noch lange angucken? Und der größte Schadensfall hierzulande, die Diesel-Affäre von VW – kommt ja erst noch. Die Deckungssumme von 500 Millionen Euro, für die mehr als 20 Versicherer unter Führung der Zurich Versicherung aufkommen müssen, wird nicht mal reichen.

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