Machterhalt um jeden Preis: Viele Topmanager kleben zu lange an ihrem Sessel

PremiumMachterhalt um jeden Preis: Viele Topmanager kleben zu lange an ihrem Sessel

18. August 2017
von Kristin Schmidt, Lin Freitag, Martin Seiwert, Lilian Fiala, Mark Fehr und Christian Schlesiger

Volkswagen-Chef Matthias Müller und Deutsche-Börse-CEO Carsten Kengeter halten trotz Skandalen an ihren Posten fest. Offenbar gelten für Topmanager andere Regeln als für einfache Angestellte.

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Viele Topmanager kleben oft zu lange an ihrem Sessel.

Viele Deutsche konnten es kaum glauben. Monatelang redet die ganze Republik über die Vergehen von Volkswagen, Fahnder durchsuchen das Büro des CEOs, die Staatsanwaltschaft Stuttgart eröffnet ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Marktmanipulation – und Matthias Müller verkündet in der vergangenen Woche beim Dieselgipfel, ein schnödes Softwareupdate für schmutzige Dieselautos müsse reichen. Eine teure Hardwarenachrüstung werde es mit ihm nicht geben. Dabei ist es unstrittig, dass VW mangelhafte Autos auf den Markt brachte. Trotzdem erklärte Müller nach dem Gipfel öffentlich, er könne „kein unternehmerisches Versagen“ feststellen.

Man kann Müllers Verhalten arrogant nennen – oder dreist. Denn mittlerweile geht es auch um ihn persönlich und die Frage, ob er wirklich nichts von den Manipulationen wusste. Müller verneint, Insider sehen das anders: „Er saß in den Produktstrategiekommissionen und Steuerkreisen, in denen technische Probleme intensiv und im Detail diskutiert werden.“

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