Auf der Couch Die Einsamkeit wie einen Freund begrüßen

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Wer die innere Einsamkeit anerkennt, nimmt ihr den Schrecken. Quelle: Fotolia

In der vernetzten Gesellschaft wird Einsamkeit stigmatisiert. Am besten sollen wir ständig alle zusammen tanzen, basteln und uns nur noch in Gruppen bewegen. Was für ein Irrsinn!

Es klingt fast nach einem Gesetz. In einer vernetzten Gesellschaft muss sich jeder zwingend vernetzen, analog wie digital. Wer da Einsamkeit verspürt, droht zu erkranken oder früher zu sterben.

Dabei wissen wir doch eigentlich, dass nicht die Quantität an Kontakten zählt, sondern die Qualität. Ein einziger echter Freund zählt wesentlich mehr als viele oberflächliche Kollegen und Bekannte. Und selbst im Kreise vieler Menschen kann der Einzelne einsam sein, fragen Sie mal Singles in Großstädten.

Trotzdem gibt es seit einiger Zeit medialen Druck, befördert von zahlreichen Studien. In Großbritannien will sogar die Regierung das Problem angehen und hat daher kürzlich einen eigenen Ministerposten geschaffen, der sich des Themas Einsamkeit annehmen soll.

 
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