Entzauberte Mythen: Die Vorteile von Fake News

PremiumkolumneEntzauberte Mythen: Die Vorteile von Fake News

05. Februar 2017
Kolumne

Von Falschmeldungen kann das Gehirn profitieren – falls es sie erkennt.

Noch nie war es so einfach, sich in Sekundenschnelle mit Nachrichten und Informationen zu versorgen. Fluch und Segen zugleich, so hört man es ständig – denn in die Nachrichtenflut mischen sich auch immer wieder Fehlinformationen. Kein Wunder, wenn angeblich bis zu einem Drittel aller Twitter-Beiträge von automatisierten Bots erstellt wird und jede Wikipedia-Seite ruck, zuck mit Blödsinns-Infos frisiert werden kann. Früher nannte man das noch Zeitungsente. Wie putzig. Heute klingt es viel bedrohlicher: Fake News manipulieren unsere Meinung und machen Stimmung.

Fast scheint es, als wäre man dieser Informationsbedrohung schutzlos ausgeliefert. Vor allem wenn man bedenkt, wie ein Gehirn arbeitet. Denn im Prinzip ist es gar nicht an der objektiv richtigen Meldung interessiert, sondern immer nur an der, die am besten ins aktuelle Weltbild passt. Bekommen wir eine Nachricht präsentiert, die wir nicht erwartet hatten, reagiert das überraschte Gehirn mit einer Abwehrreaktion – und verfremdet die abweichende Information dann derart, dass sie dennoch passt.

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